Pro­jekt der Woche: „Digi­tal-Zebra“

Digi­tale Teil­habe als Schlüs­sel zur kul­tu­rel­len Integration

Ein Kon­zert im Live­stream ver­fol­gen, eine Thea­ter­karte online buchen, den digi­ta­len Zugang zu einer Aus­stel­lung fin­den, his­to­ri­sche Doku­mente im Archiv recher­chie­ren oder einen Got­tes­dienst per Video­über­tra­gung besu­chen – all das ist heute mög­lich. Doch viele Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner kön­nen diese Ange­bote nicht nut­zen, weil ihnen tech­ni­sche Geräte, digi­tale Kom­pe­ten­zen oder ein­fach die rich­ti­gen Ansprech­per­so­nen fehlen.

Hier kommt das Pro­jekt „Digi­tal-Zebra“ ins Spiel. In inzwi­schen über 20 Öffent­li­chen Biblio­the­ken Ber­lins ste­hen Digi­tal-Lot­sin­nen und -Lot­sen zu fes­ten Ser­vice­zei­ten bereit. Sie bieten:

  • Prak­ti­sche Hilfe beim Buchen von Online-Tickets, dem Zugang zu Live­streams oder dem Down­load von Programmheften.
  • Unter­stüt­zung bei End­ge­rä­ten wie Tablets, Lap­tops und Smart­phones – von den Grund­ein­stel­lun­gen bis zur Nut­zung spe­zi­el­ler Kultur-Apps.
  • Kos­ten­lo­ses Dru­cken und Scan­nen, wenn es um Anlie­gen der Daseins­vor­sorge oder Teil­habe geht.
  • Bar­rie­re­arme Lösun­gen, etwa Bild­schirm­ver­grö­ße­rung oder Sprach­as­sis­tenz, um auch Men­schen mit Seh- oder Hör­be­ein­träch­ti­gun­gen den Zugang zu digi­ta­len Inhal­ten zu ermöglichen.
  • Ver­net­zung mit loka­len Kul­tur- und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, um deren digi­tale Ange­bote bekannt zu machen.

So wird aus der Biblio­thek nicht nur ein Ort für Bücher, son­dern ein Tor zur digi­ta­len Kulturwelt.

Biblio­the­ken als Brückenbauer

Biblio­the­ken sind seit jeher Orte des Wis­sens, der Begeg­nung und des Aus­tauschs. Mit Digi­tal-Zebra wer­den sie zu digi­ta­len Kul­tur­ver­mitt­lern: Die Digi­tal-Lot­sin­nen und -Lot­sen beglei­ten Men­schen dabei, digi­tale Kul­tur- und Gemein­schafts­an­ge­bote zu ent­de­cken und zu nut­zen – sei es die Anmel­dung zu einem Online-Lite­ra­tur­kreis, das Strea­ming eines Kon­zerts oder die Teil­nahme an einem vir­tu­el­len Stadtrundgang.

Drei Säu­len für kul­tu­relle und gesell­schaft­li­che Teilhabe

Das Kon­zept ruht auf drei Grundpfeilern:

  1. Indi­vi­du­elle Bera­tung – per­sön­li­che Unter­stüt­zung bei der Suche, Anmel­dung und Teil­nahme an digi­ta­len Kul­tur- und Bildungsformaten.
  2. Tech­ni­sche Aus­stat­tung – Tablets, Scan­ner, Dru­cker und bar­rie­re­arme Lösun­gen für einen unkom­pli­zier­ten Zugang.
  3. Ver­net­zung im Quar­tier – Koope­ra­tio­nen mit Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen, Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten, Bil­dungs­stät­ten und Vereinen.

Viel­falt als Stärke – online und vor Ort

Digi­tal-Zebra lebt die Werte, die die Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion in ihren 15 The­sen zu „Zusam­men­halt in Viel­falt“ for­mu­liert hat:

  • These 6: Kunst ist frei – und Digi­tal-Zebra sorgt dafür, dass diese Frei­heit alle errei­chen kann.
  • These 8: Digi­ta­li­sie­rung sinn­voll nut­zen – Tech­nik wird gezielt ein­ge­setzt, um Teil­habe zu fördern.
  • These 9 und These 15: Deutsch­land ist ein Ein­wan­de­rungs­land, kul­tu­relle Viel­falt ist eine Stärke – digi­tale Kul­tur­ange­bote schla­gen Brü­cken zwi­schen Men­schen unter­schied­li­cher Herkunft.
  • These 11: Bil­dung schafft Zugang zur Gesell­schaft – auch digi­tale Kul­tur­kom­pe­tenz ist Teil die­ser Bildung.

Inte­gra­tion durch digi­tale Kultur

Kul­tu­relle Teil­habe bedeu­tet, sich mit Geschichte und Gegen­wart aus­ein­an­der­zu­set­zen, Per­spek­ti­ven zu wech­seln, Gemein­sam­kei­ten zu ent­de­cken und Unter­schiede zu respek­tie­ren. Digi­tal-Zebra schafft dafür die Zugänge – damit nie­mand außen vor bleibt. Ob Online-Gedenk­ver­an­stal­tung, vir­tu­elle Kunst­aus­stel­lung oder mehr­spra­chige Kul­tur­pro­gramme: Jede die­ser Mög­lich­kei­ten stärkt den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt und gibt Men­schen die Chance, Teil des kul­tu­rel­len Lebens zu sein.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt fin­den Sie hier.

Von |2025-10-01T11:15:58+02:00Oktober 1st, 2025|Projekt|Kommentare deaktiviert für

Pro­jekt der Woche: „Digi­tal-Zebra“

Digi­tale Teil­habe als Schlüs­sel zur kul­tu­rel­len Integration