Tagung: Wie wol­len wir in Zukunft an die Shoah erin­nern?

75 Jahre Befrei­ung des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Ausch­witz: „Die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte ist nie abge­schlos­sen“ (These 13)

Am 27. Januar 2020 jährt sich die Befrei­ung des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Ausch­witz zum 75. Mal. Seit dem Jahr 2005 wird die­ser Tag als Inter­na­tio­na­ler Tag zum Geden­ken an die Opfer des Holo­caust began­gen.

Die Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion hat in These 13 ihrer 15 The­sen „Zusam­men­halt in Viel­falt“ for­mu­liert: „Die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte ist nie abge­schlos­sen“ und in der Erläu­te­rung der These ein kla­res Bekennt­nis zur Erin­ne­rung an die Shoah abge­legt.

Mit der Tagung soll ein Dis­kus­si­ons­raum für die ver­schie­de­nen Akteure aus der Initia­tive und dar­über hin­aus geschaf­fen wer­den. Dabei wer­den zwei zen­trale Fra­ge­stel­lun­gen im Mit­tel­punkt ste­hen: Wie kann die Erin­ne­rungs­kul­tur in einer mul­ti­eth­ni­schen Gesell­schaft aus­se­hen? Wie pfle­gen wir das Erin­nern mit immer grö­ße­rem zeit­li­chen Abstand zur Shoah und dem Ver­lust des Gedächt­nis­ses der Zeit­zeu­gen. Einen Tag nach dem 27. Januar, der dem Geden­ken und Erin­nern gewid­met ist, dient die Tagung der Stand­ort­be­stim­mung und dem Aus­blick auf die Auf­ga­ben und Her­aus­for­de­run­gen der Erin­ne­rungs­ar­beit in der Zukunft.

Den Auf­takt bil­den Impuls­vor­träge der Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin und Frie­dens­preis­trä­ge­rin des Deut­schen Buch­han­dels Prof. Dr. Aleida Ass­mann sowie des His­to­ri­kers Prof. Dr. Nor­bert Frei, gefolgt von einer Response des israe­li­schen Sozio­lo­gen Prof. Dr. Natan Sznai­der. Am Nach­mit­tag wer­den die zen­tra­len Fra­gen der Erin­ne­rungs­ar­beit ver­tieft und in Work­shops zu den The­men Erin­ne­rung in einer mul­ti­eth­ni­schen Gesell­schaft, der Ver­lo­ckung der His­to­ri­sie­rung, der Erin­ne­rung in der Zivil­ge­sell­schaft und den neuen For­men der Erin­ne­rung, ins­be­son­dere auch im künst­le­ri­schen Bereich dis­ku­tiert.

Die Tagung rich­tet sich an ein Fach­pu­bli­kum aus dem Kreis der Mit­glie­der der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion, der Gedenk­stät­ten, der Museen, der Wis­sen­schaft, der kul­tu­rel­len Bil­dung, der poli­ti­schen Bil­dung, der Initia­ti­ven vor Ort sowie an wei­tere Inter­es­sierte.

Der Pro­gramm­ent­wurf wurde in Zusam­men­ar­beit mit dem Zen­tral­rat der Juden in Deutsch­land erstellt. Zu den pro­mi­nen­ten Input­ge­ber zäh­len: Ester Amrami, Johann Hin­rich Claus­sen, Jo Frank, Viola B. Georgi, Raphael Gross, Elke Gry­glew­ski Dani Kranz, Yael Kup­fer­berg, Daniel Lör­cher, Tho­mas Lutz, Aiman A. Mazyek, Katja Petrow­skaja, Ali Ertan Toprak, Lea Wohl von Hasel­berg, Mir­jam Zad­off, Felix Zim­mer­mann und wei­tere. Die Work­shops wer­den von Doron Kie­sel, Shelly Kup­fer­berg, Natan Sznai­der und Olaf Zim­mer­mann mode­riert.

Wann: Diens­tag, 28. Januar 2020, 10:00 – 17:00 Uhr

Wo: Deutsch­land­funk Kul­tur, Hans-Rosen­thal-Platz, 10825 Ber­lin

Da die Plätze lei­der begrenzt sind und die Nach­frage bereits sehr groß war, ver­ge­ben wir der­zeit nur War­te­lis­ten­plätze. Gern kön­nen Sie sich für diese anmel­den. Sobald ein Platz frei wird, infor­mie­ren wir Sie umge­hend. Vie­len Dank für Ihr Ver­ständ­nis.

Das voll­stän­dige Pro­gramm fin­den Sie hier. 

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Von |2020-01-13T11:32:08+01:00Oktober 31st, 2019|Kommentare deaktiviert für Tagung: Wie wol­len wir in Zukunft an die Shoah erin­nern?