These 13

Die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte ist nie abge­schlos­sen.

Deutsch­land kann wie andere Natio­nen auf posi­tive und nega­tive Facet­ten sei­ner Geschichte zurück­bli­cken. Dazu gehö­ren die her­aus­ra­gende Lite­ra­tur oder große Musik, die in unse­rem Land ent­stan­den sind; dazu zäh­len die Phi­lo­so­phie und wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nisse, die unsere Welt prä­gen.

Die Shoah ist das dun­kelste Kapi­teln deut­scher Geschichte. Sie nimmt daher in der Erin­ne­rungs­kul­tur in Deutsch­land einen beson­de­ren Platz ein. Die Erin­ne­rung an die Shoah wach­zu­hal­ten und wei­ter­zu­ge­ben, ist eine dau­ernde Ver­pflich­tung für in Deutsch­land gebo­rene Men­schen ebenso wie für Zuge­wan­derte. Das schließt ein, sich ent­schie­den gegen jede Form des Anti­se­mi­tis­mus zu wen­den.

In Deutsch­land hat sich eine Erin­ne­rungs­kul­tur aus­ge­bil­det, die Teil der akti­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte ist. Diese Erin­ne­rungs­kul­tur bezieht sich auf geschicht­li­che Ereig­nisse ebenso wie auf das his­to­ri­sche Erbe, Arte­fakte, das bau­kul­tu­relle Erbe, das schrift­li­che, das audi­tive, das audio­vi­su­elle und bild­li­che Kul­tur­gut und ande­res mehr. Sie ist leben­dig. So wird die Erin­ne­rung von Zuge­wan­der­ten bald schon zum Teil deut­scher Erin­ne­rungs­kul­tur wer­den und umge­kehrt sollte die deut­sche Erin­ne­rungs­kul­tur auch in die Iden­ti­tät der in Deutsch­land Ankom­men­den ein­flie­ßen.

Von |2019-07-03T15:32:14+02:00Mai 15th, 2017|These|Kommentare deaktiviert für

These 13

Die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte ist nie abge­schlos­sen.