Jugend erin­nert: Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte ist nie abge­schlos­sen

Gedenk­orte und Gedenk­stät­ten sol­len ertüch­tigt und die päd­ago­gi­schen Kon­zepte aktua­li­siert wer­den

Ber­lin, den 12.11.2019. Die Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion, in der 28 Ver­bände und Orga­ni­sa­tio­nen, Bund, Län­der und kom­mu­nale Spit­zen­ver­bände zusam­men­ar­bei­ten, begrüßt die für Don­ners­tag, den 14.11.2019 geplante Debatte im Ple­num des Deut­schen Bun­des­ta­ges zu dem Pro­gramm „Jugend erin­nert“.

 

Mit dem Bun­des­pro­gramm „Jugend erin­nert“ sol­len ins­be­son­dere Gedenk­stät­ten und Initia­ti­ven gestärkt wer­den, die an die NS-Dik­ta­tur erin­nern. Sie sol­len in die Lage ver­setzt wer­den, zeit­ge­mäße päd­ago­gi­sche Kon­zepte zu ent­wi­ckeln und ins­be­son­dere digi­tale Ver­mitt­lungs­for­mate stär­ker ein­zu­set­zen. Beson­ders wich­tig an dem Pro­gramm ist die Stär­kung der Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Akteu­ren. Das Pro­gramm ist mehr­jäh­rig ange­legt und soll nach­hal­tig wir­ken.

Gleich­falls geför­dert wer­den Gedenk­orte und Initia­ti­ven, die sich mit dem Unrecht in der DDR aus­ein­an­der­set­zen. Beson­ders begrü­ßens­wert ist, dass mit dem Pro­gramm Bezüge zu aktu­el­len Min­der­hei­ten­rech­ten sowie zum Phä­no­men grup­pen­be­zo­ge­ner Men­schen­feind­lich­keit her­ge­stellt wer­den sol­len. Die­ser Akzent macht deut­lich, dass die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte nicht abge­schlos­sen ist.

Die Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion hat sich in ihrer These 13 „Die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte ist nie abge­schlos­sen“ spe­zi­ell der Erin­ne­rungs­kul­tur gewid­met.

Der Spre­cher der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion und Geschäfts­füh­rer des Deut­schen Kul­tur­ra­tes, Olaf Zim­mer­mann, sagte: „Es ist erfreu­lich, dass Gedenk­orte und Gedenk­stät­ten mit dem Pro­gramm „Jugend erin­nert“ ertüch­tigt und die päd­ago­gi­schen Kon­zepte aktua­li­siert wer­den sol­len. Beson­ders wich­tig ist eine stär­kere Zusam­men­ar­beit der Gedenk­stät­ten mit zivil­ge­sell­schaft­li­chen Akteu­ren. In Deutsch­land hat sich eine Erin­ne­rungs­kul­tur aus­ge­bil­det, die Teil der akti­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte ist. Aber um dau­er­haft erfolg­reich arbei­ten und die kom­men­den Genera­tio­nen errei­chen zu kön­nen, muss die päd­ago­gi­sche Arbeit neue Ansätze und Metho­den aus­bil­den, hier­bei soll das Pro­gramm „Jugend erin­nert“ unter­stüt­zen. Das begrü­ßen wir sehr!“


Debatte im Deut­schen Bund­ses­ta­ges (14.11.2019): Bera­tung der Beschluss­emp­feh­lung und des Berichts des Aus­schus­ses für Kul­tur und Medien des Deut­schen Bun­des­ta­ges zu dem Antrag der Frak­tio­nen der CDU/CSU und SPD zum Bun­des­pro­gramm „Jugend erin­nert“ – Wis­sens­ver­mitt­lung über Wir­kung und Fol­gen von Dik­ta­tur und Gewalt­herr­schaft stär­ken (Druck­sa­chen 19/8942, 19/14501).

 

Nähere Infor­ma­tio­nen zur Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion fin­den Sie hier.

 

Von |2019-11-13T10:43:02+01:00November 12th, 2019|Meldung|Kommentare deaktiviert für

Jugend erin­nert: Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte ist nie abge­schlos­sen

Gedenk­orte und Gedenk­stät­ten sol­len ertüch­tigt und die päd­ago­gi­schen Kon­zepte aktua­li­siert wer­den

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