„Kul­tur der Viel­falt – Viel­falt der Kul­tur“, Auf­takt für das The­men­fo­rum Kul­tur im Natio­na­len Akti­ons­plan Inte­gra­tion

Die Beauf­tragte für Kul­tur und Medien, Staats­mi­nis­te­rin Monika Grüt­ters, lud am 13. Novem­ber 2018 gemein­sam mit Der Beauf­trag­ten für Migra­tion, Flücht­linge und Inte­gra­tion, Staats­mi­nis­te­rin Annette Wid­mann-Mauz, 130 Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter gesell­schaft­li­cher Spit­zen­ver­bände und der Kul­tur zu einem Mei­nungs­aus­tausch ins Bun­des­kanz­ler­amt ein. Die Auf­takt­ver­an­stal­tung für das The­men­fo­rum Kul­tur im Natio­na­len Akti­ons­plan Inte­gra­tion stand unter dem Motto „Kul­tur der Viel­falt – Viel­falt der Kul­tur“.

Der Natio­nale Akti­ons­plan Inte­gra­tion der Bun­des­re­gie­rung ori­en­tiert sich an fünf Pha­sen der Zuwan­de­rung und des Zusam­men­le­bens (Zuwan­de­rung, Erst­in­te­gra­tion, Ein­glie­de­rung, Zusam­men­wach­sen, Zusam­men­halt). Gemein­sam mit Län­dern, Kom­mu­nen, nicht­staat­li­chen Akteu­ren und Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen wer­den Hand­lungs­fel­der und kon­krete Maß­nah­men erar­bei­tet, um die Inte­gra­tion ins­ge­samt vor­an­zu­trei­ben. Die Ergeb­nisse wer­den auf den kom­men­den Inte­gra­ti­ons­gip­feln prä­sen­tiert.

Die Ver­an­stal­tung „Kul­tur der Viel­falt – Viel­falt der Kul­tur“ bil­dete den Auf­takt zur Wei­ter­ent­wick­lung des Natio­na­len Akti­ons­plans Inte­gra­tion im Bereich Kul­tur. Drei Impuls­vor­träge aus Wirt­schaft, Ver­bands­kul­tur und Unter­neh­mens­seite gaben Anre­gun­gen für den Umgang mit Viel­falt und Inte­gra­tion aus ande­ren Berei­chen. Insti­tu­tio­nen und Initia­ti­ven zur kul­tu­rel­len Inte­gra­tion sol­len künf­tig noch inten­si­ver und ertrag­rei­cher zusam­men­ar­bei­ten. Hier­für wer­den sich die bun­des­ge­för­der­ten Kul­tur­ein­rich­tun­gen zukünf­tig jähr­lich tref­fen, um sich über prak­ti­sche Fra­gen der Ver­mitt­lung, Inte­gra­tion und Diver­si­tät aus­zu­tau­schen. Außer­dem soll es künf­tig einen „Bericht zur Diver­si­tät im Kul­tur- und Medi­en­be­reich in Deutsch­land“ geben.

Gleich­zei­tig wird das bis­he­rige „Netz­werk Kul­tu­relle Bil­dung und Inte­gra­tion“ zum ope­ra­ti­ven Netz­werk der BKM-geför­der­ten Kul­tur­ein­rich­tun­gen fort­ent­wi­ckelt. Es soll regel­mä­ßig den Erfah­rungs­aus­tausch der Prak­ti­ker in den Ein­rich­tun­gen bün­deln und umset­zen, was durch die umfang­rei­che Exper­tise des bis­he­ri­gen „Netz­werks Kul­tu­relle Bil­dung und Inte­gra­tion“ erar­bei­tet wurde.

Das Tref­fen Netz­werk im Bun­des­kanz­ler­amt wurde mit­ver­an­stal­tet von der Initia­tive Kul­tu­relle Inte­gra­tion (IKI) unter Mode­ra­tion des Deut­schen Kul­tur­ra­tes.

Staats­mi­nis­te­rin Monika Grüt­ters erklärte: „Zu den zwei­fel­los größ­ten gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen gehört heute, Zusam­men­halt in Viel­falt zu schaf­fen. Inte­gra­tion steht ganz oben auf unse­rer poli­ti­schen Agenda. Gerade Kunst und Kul­tur kön­nen enorme Kräfte für ein gesell­schaft­li­ches Mit­ein­an­der ent­fal­ten. Diese Kräfte brau­chen wir der­zeit mehr denn je, da vie­ler­orts auf brei­ter Front Res­sen­ti­ments gegen anders Den­kende oder anders Lebende geschürt wer­den. Die bun­des­ge­för­der­ten Kul­tur­ein­rich­tun­gen sind bereits heute wich­tige Moto­ren der Inte­gra­tion. Künf­tig wol­len wir gemein­sam kul­tu­relle Teil­habe und Diver­si­tät noch stär­ker nicht nur durch ein­zelne Pro­jekte, son­dern auch als dau­er­hafte Kern- und Quer­schnitts­auf­gabe in unse­ren Ein­rich­tun­gen ver­bind­lich ver­an­kern. Zudem wird mein Haus für die Wei­ter­wick­lung des ‚Natio­na­len Akti­ons­plans Inte­gra­tion‘ ein Kul­tur­ka­pi­tel erar­bei­ten, das der Bedeu­tung der Kul­tur als Brü­cken­baue­rin, aber auch als Spie­gel unse­res Selbst­ver­ständ­nis­ses, Rech­nung trägt. Das heu­tige Tref­fen dient dazu als Anstoß und Inspi­ra­ti­ons­quelle.“

Staats­mi­nis­te­rin Annette Wid­mann-Mauz erklärte: „Gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt kann nicht von oben ver­ord­net wer­den. Zivil­ge­sell­schaft, Ver­eine, Ver­bände und Kul­tur­be­triebe leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zum Zusam­men­wach­sen unse­rer Gesell­schaft und machen Viel­falt erleb­bar. Mit dem ‚Natio­na­len Akti­ons­plan Inte­gra­tion‘ geben wir neue Impulse für die Inte­gra­tion – für eine Kul­tur der Viel­falt und eine Viel­falt der Kul­tur.“

Olaf Zim­mer­mann, Spre­cher der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion und Geschäfts­füh­rer des Deut­schen Kul­tur­ra­tes, betonte: „Kul­tur ist ein wich­ti­ger Schlüs­sel zur Inte­gra­tion. Das bestä­ti­gen ein­drucks­voll die 15 The­sen der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion, einem brei­ten Bünd­nis von Ver­bän­den und Insti­tu­tio­nen aus ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Berei­chen. Sie bie­ten eine Grund­lage auch für die Debatte über das Kul­tur­le­ben in einer viel­fäl­ti­gen Gesell­schaft. In allen Spar­ten der Kul­tur wird dar­über nach­ge­dacht, wie Kul­tur­ein­rich­tun­gen, Künst­le­rin­nen und Künst­ler ihren Bei­trag zur Inte­gra­tion leis­ten kön­nen. Dabei geht es auch darum, Migran­tin­nen und Migran­ten nicht nur als Ziel­gruppe für Kul­tur­ange­bote, son­dern als Akteure des Kul­tur­schaf­fens anzu­se­hen.“

Staats­mi­nis­te­rin Wid­mann-Mauz, Staats­mi­nis­te­rin Güt­ters und Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter gesell­schaft­li­cher Spit­zen­ver­bände und aus dem Kul­tur­be­reich
Quelle: Bundesregierung/Bergmann

Von |2019-06-16T13:04:22+02:00Juni 11th, 2019|Kommentare deaktiviert für „Kul­tur der Viel­falt – Viel­falt der Kul­tur“, Auf­takt für das The­men­fo­rum Kul­tur im Natio­na­len Akti­ons­plan Inte­gra­tion
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