Pro­jekt der Woche: „DIE MÖLLNER BRIEFE“

Ab 25.9. im Kino – Erin­nern heißt Zusam­men­halt stärken

Der unter ande­rem mit dem Ber­li­nale Pan­orama Publi­kums­preis aus­ge­zeich­nete Doku­men­tar­film „DIE MÖLLNER BRIEFE“ (Regie: Mar­tina Priess­ner) ist mehr als eine fil­mi­sche Auf­ar­bei­tung rech­ter Gewalt – er ist ein bewe­gen­des Plä­doyer für gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt, Empa­thie und Ver­ant­wor­tung. Der hoch­ak­tu­elle Doku­men­tar­film erzählt die Geschich­ten der Opfer und Über­le­ben­den der ras­sis­ti­schen Brand­an­schläge in Mölln 1992 und von der gro­ßen Soli­da­ri­tät, die lange im Ver­bor­ge­nen blieb. „DIE MÖLLNER BRIEFE“ ver­schafft nicht nur den Über­le­ben­den und Fami­lien der Opfer mehr Gehör, son­dern erzählt auch von der gro­ßen Soli­da­ri­tät und dem Mit­ge­fühl, das nach den Anschlä­gen in Brie­fen und Bei­leids­be­kun­dun­gen an die Fami­lien adres­siert wurde. Erst 2020 wur­den diese Briefe, geschrie­ben von Erwach­se­nen und Kin­dern, im Archiv der Stadt Mölln ent­deckt. Sie wur­den nie an die Fami­lien weitergeleitet.

Wel­che Ziel­gruppe wird erreicht?
Der Film rich­tet sich an eine breite Öffent­lich­keit – neben dem klas­si­schen Kino­pu­bli­kum auch ins­be­son­dere an junge Men­schen, an Schu­len, poli­ti­sche Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, migran­ti­sche Com­mu­ni­ties sowie an Mehr­heits­ge­sell­schaf­ten, die sich kri­tisch mit deut­scher Erin­ne­rungs­kul­tur aus­ein­an­der­set­zen möch­ten. Dabei wirbt der Film für ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für das, was Ras­sis­mus in einer Gesell­schaft anrich­tet – und was es braucht, um gemein­sam eine soli­da­ri­sche Zukunft zu gestalten.

Wie wird das Pro­jekt umgesetzt?
Beglei­tet wird der Kino­start von einer viel­fäl­ti­gen Bil­dungs- und Erin­ne­rungs­kam­pa­gne mit Schul­vor­füh­run­gen, Film­ge­sprä­chen mit Ange­hö­ri­gen sowie Zeit­zeu­gin­nen und Zeit­zeu­gen als auch Dis­kus­sio­nen vor Ort. Durch Koope­ra­tio­nen mit zivil­ge­sell­schaft­li­chen Initia­ti­ven ent­ste­hen Räume für Aus­tausch, Fra­gen und kol­lek­ti­ves Erin­nern. Um den Film zum Aus­gangs­punkt für Gesprä­che zu nut­zen, wird bei den Ver­an­stal­tun­gen auf per­sön­li­che Begeg­nun­gen, unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven und Empower­ment gesetzt. Bei Inter­esse, den Film zu unter­stüt­zen und das Thema zu ver­brei­ten kön­nen Anfra­gen zur Pla­nung von Film­vor­füh­run­gen, Ver­an­stal­tun­gen oder Koope­ra­tio­nen an info@realfictionfilme.de gestellt werden.

„DIE MÖLLNER BRIEFE“ ist ein ein­dring­li­ches Bei­spiel dafür, wie Kunst, Bil­dung und Enga­ge­ment inein­an­der­grei­fen kön­nen, um demo­kra­ti­sche Werte zu stär­ken. Indem der Film Raum für mar­gi­na­li­sierte Stim­men schafft und Erin­ne­rung als gemein­schaft­li­chen Pro­zess begreift, leis­tet er einen her­aus­ra­gen­den Bei­trag zur kul­tu­rel­len Inte­gra­tion und zum gesell­schaft­li­chen Zusammenhalt.

Cre­dits
Regie & Buch: Mar­tina Priess­ner, Pro­du­zen­ten: Gre­gor Strei­ber, Frie­de­mann Hot­ten­ba­cher, Pro­duk­tion: insel­film pro­duk­tion, Ver­leih: Real Fic­tion Filme
Der Film wird geför­dert durch den Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medien und das Medi­en­board Ber­lin-Ban­den­burg.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt fin­den hier.

Von |2025-09-12T16:15:35+02:00September 17th, 2025|Projekt|Kommentare deaktiviert für

Pro­jekt der Woche: „DIE MÖLLNER BRIEFE“

Ab 25.9. im Kino – Erin­nern heißt Zusam­men­halt stärken