Der unter anderem mit dem Berlinale Panorama Publikumspreis ausgezeichnete Dokumentarfilm „DIE MÖLLNER BRIEFE“ (Regie: Martina Priessner) ist mehr als eine filmische Aufarbeitung rechter Gewalt – er ist ein bewegendes Plädoyer für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Empathie und Verantwortung. Der hochaktuelle Dokumentarfilm erzählt die Geschichten der Opfer und Überlebenden der rassistischen Brandanschläge in Mölln 1992 und von der großen Solidarität, die lange im Verborgenen blieb. „DIE MÖLLNER BRIEFE“ verschafft nicht nur den Überlebenden und Familien der Opfer mehr Gehör, sondern erzählt auch von der großen Solidarität und dem Mitgefühl, das nach den Anschlägen in Briefen und Beileidsbekundungen an die Familien adressiert wurde. Erst 2020 wurden diese Briefe, geschrieben von Erwachsenen und Kindern, im Archiv der Stadt Mölln entdeckt. Sie wurden nie an die Familien weitergeleitet.
Welche Zielgruppe wird erreicht?
Der Film richtet sich an eine breite Öffentlichkeit – neben dem klassischen Kinopublikum auch insbesondere an junge Menschen, an Schulen, politische Bildungseinrichtungen, migrantische Communities sowie an Mehrheitsgesellschaften, die sich kritisch mit deutscher Erinnerungskultur auseinandersetzen möchten. Dabei wirbt der Film für ein tieferes Verständnis für das, was Rassismus in einer Gesellschaft anrichtet – und was es braucht, um gemeinsam eine solidarische Zukunft zu gestalten.
Wie wird das Projekt umgesetzt?
Begleitet wird der Kinostart von einer vielfältigen Bildungs- und Erinnerungskampagne mit Schulvorführungen, Filmgesprächen mit Angehörigen sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen als auch Diskussionen vor Ort. Durch Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen entstehen Räume für Austausch, Fragen und kollektives Erinnern. Um den Film zum Ausgangspunkt für Gespräche zu nutzen, wird bei den Veranstaltungen auf persönliche Begegnungen, unterschiedliche Perspektiven und Empowerment gesetzt. Bei Interesse, den Film zu unterstützen und das Thema zu verbreiten können Anfragen zur Planung von Filmvorführungen, Veranstaltungen oder Kooperationen an info@realfictionfilme.de gestellt werden.
„DIE MÖLLNER BRIEFE“ ist ein eindringliches Beispiel dafür, wie Kunst, Bildung und Engagement ineinandergreifen können, um demokratische Werte zu stärken. Indem der Film Raum für marginalisierte Stimmen schafft und Erinnerung als gemeinschaftlichen Prozess begreift, leistet er einen herausragenden Beitrag zur kulturellen Integration und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Credits
Regie & Buch: Martina Priessner, Produzenten: Gregor Streiber, Friedemann Hottenbacher, Produktion: inselfilm produktion, Verleih: Real Fiction Filme
Der Film wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Medienboard Berlin-Bandenburg.
Weitere Informationen zum Projekt finden hier.
