Medien: För­dern sie den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt?

Neue Poli­tik & Kul­tur stellt die Frage, wie inte­gra­tiv sind die deut­schen Medien?

Ber­lin, den 30.10.2019. Alle Medien – pri­vate wie öffent­lich-recht­li­che – ste­hen der­zeit unter Druck. Leser­zah­len im Print­be­reich bre­chen weg, Face­book, Google und Co. drü­cken sich vor der Ver­ant­wor­tung für die dar­ge­bo­te­nen Inhalte – daher schei­nen glei­che Wett­be­werbs­be­din­gun­gen im digi­ta­len Umfeld aktu­ell fern.

Dabei ist der Bei­trag der Medien aktu­ell umso wich­ti­ger: Sie trans­por­tie­ren zugleich Inhalte und Werte. Gerade am Bei­spiel der Inte­gra­tion zeigt sich, dass Medien einen Bei­trag zur Inte­gra­tion und zur Debatte zum Zusam­men­le­ben in einer viel­fäl­ti­gen Gesell­schaft leis­ten kön­nen. Oder aber auch dazu bei­tra­gen, dass Hass und Hetze gegen­über Zuwan­de­rern ver­brei­tet wer­den. Ob Inte­gra­tion gelingt, liegt zu einem beträcht­li­chen Teil in der Ver­ant­wor­tung der Medien. Sie sind gesell­schaft­li­cher Kata­ly­sa­tor, der Zusam­men­halt för­dert oder Spal­tung begüns­tigt. Viele Medien stel­len sich ihrer Ver­ant­wor­tung – so auch Poli­tik & Kul­tur, die Zei­tung des Deut­schen Kul­tur­ra­tes.

Im Schwer­punkt der aktu­el­len Aus­gabe 11/2019 wer­den fol­gende The­men behan­delt:

  • Zusam­men­halt oder Spal­tung: Wie kann Inte­gra­tion durch Medien gelin­gen?
  • Reprä­sen­ta­tion eth­ni­scher Min­der­hei­ten in den Medien
  • Ver­än­de­run­gen des mas­sen­me­dia­len Para­dig­mas durch digi­tale Tech­no­lo­gien
  • Inte­gra­tion als Auf­gabe der öffent­lich-recht­li­chen Sen­der
  • Nach­hol­be­darf an Diver­si­tät und Inter­kul­tu­ra­li­tät in Redak­tio­nen
  • Initia­ti­ven, Nach­rich­ten­dienste, Pod­cast und mehr im Detail: WDRfo­ryou, Amal, Ber­lin!, Hand­book Ger­many, Medi­en­dienst Inte­gra­tion, MiGA­ZIN, Guide for refu­gees, „Halbe Katoffl“ etc.

Sie fin­den den Schwer­punkt unter dem Titel „Inte­gra­tion on Air: Wie inte­gra­tiv sind die deut­schen Medien?“ auf den Sei­ten 19 bis 29 in der neuen Aus­gabe von Poli­tik & Kul­tur.

Der Her­aus­ge­ber von Poli­tik & Kul­tur und Geschäfts­füh­rer des Deut­schen Kul­tur­ra­tes, Olaf Zim­mer­mann, sagte: „Kommt der öffent­lich­recht­li­che Rund­funk sei­nen Pflich­ten nach und för­dert er den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt? Zumin­dest bei den gro­ßen Talk­shows, wie Anne Will, Maisch­ber­ger, Hart aber fair und May­brit Ill­ner habe ich meine Zwei­fel. Der Erkennt­nis­ge­winn durch diese Sen­dun­gen ist mei­nes Erach­tens gering, der Unter­hal­tungs­wert dafür umso grö­ßer, die Wie­der­ho­lung der immer glei­chen Mei­nun­gen von den immer glei­chen Men­schen mit den Hän­den zu grei­fen. Ins­be­son­dere 2015 und 2016 haben diese Talk­shows eher einen Bei­trag zur gesell­schaft­li­chen Spal­tung geleis­tet, als dass sie den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt geför­dert haben. “


Die Autorin­nen und Autoren des Schwer­punk­tes sind u.a.:

Bur­han Akid, Redak­teur bei WDRfo­ryou; Meh­met Ata, Lei­ter des Medi­en­diens­tes Inte­gra­tion; Tho­mas Bel­lut, Inten­dant des Zwei­ten Deut­schen Fern­se­hens; André Boße, Jour­na­list; The­resa Brüheim, Chefin vom Dienst von Poli­tik & Kul­tur; Mos­j­kan Ehrari, Pro­jekt- und Redak­ti­ons­lei­tung von Hand­book Ger­many; Julia Ger­lach, Lei­te­rin von Amal, Ber­lin! und Amal, Ham­burg!; Monika Grüt­ters, MdB, Staats­mi­nis­te­rin für Kul­tur und Medien bei der Bun­des­kanz­le­rin; Frank Joung, Chef­re­dak­teur bei Achilles-Running.de und Grün­der des Pod­casts „Halbe Katoffl“; Maike Kar­ne­bo­gen, Redak­teu­rin von Poli­tik & Kul­tur; Tho­mas Lau­f­ers­wei­ler, Redak­ti­ons­lei­ter ARD.de; Sheila Mys­o­re­kar, Jour­na­lis­tin und Vor­sit­zende der Neuen deut­schen Medienmacher*innen; Behrang Sam­sami, freier Jour­na­list; Isa­bel Scha­yani, Jour­na­lis­tin und ver­ant­wort­lich für WDRfo­ryou; Patri­cia Schle­sin­ger, Inten­dan­tin des rbb; Jan-Hin­rik Schmidt, Senior Rese­ar­cher für digi­tale inter­ak­tive Medien und poli­ti­sche Kom­mu­ni­ka­tion am Leib­niz-Insti­tut für Medi­en­for­schung | Hans-Bre­dow-Insti­tut in Ham­burg; Ekrem Şenol, Grün­der und Her­aus­ge­ber von MiGA­ZIN; Joa­chim Trebbe, Pro­fes­sor für Publi­zis­tik- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft an der Freien Uni­ver­si­tät Ber­lin; Annette Wid­mann-Mauz, MdB, Staats­mi­nis­te­rin für Migra­tion, Flücht­linge und Inte­gra­tion bei der Bun­des­kanz­le­rin; Olaf Zim­mer­mann, Geschäfts­füh­rer des Deut­schen Kul­tur­ra­tes und Her­aus­ge­ber von Poli­tik & Kul­tur


  • Poli­tik & Kul­tur ist die Zei­tung des Deut­schen Kul­tur­ra­tes. Sie wird her­aus­ge­ge­ben von Olaf Zim­mer­mann und Theo Geiß­ler.
  • Sie erscheint zehn­mal jähr­lich und ist erhält­lich in Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen, an gro­ßen Kios­ken, auf Flug­hä­fen und im Abon­ne­ment: Ein­zel­preis: 4,00 Euro, im Abon­ne­ment: 30,00 Euro (inkl. Porto), im Abon­ne­ment für Stu­die­rende: 25 Euro (inkl. Porto).
  • Die Novem­ber 2019-Aus­gabe von Poli­tik & Kul­tur, mit dem Schwer­punkt Inte­gra­tion & Medien, steht hier auch als kos­ten­freies E-Paper (pdf-Datei) zum Her­un­ter­la­den bereit.
Von |2019-10-30T15:39:35+01:00Oktober 30th, 2019|Meldung|Kommentare deaktiviert für

Medien: För­dern sie den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt?

Neue Poli­tik & Kul­tur stellt die Frage, wie inte­gra­tiv sind die deut­schen Medien?

Avatar
Der Deutsche Kulturrat ist der Spitzenverband von 259 Bundeskulturverbänden und Moderator der Initiative kulturelle Integration.