Bring deine Geschichte mit

Wir wol­len Müns­ters Ein­wan­de­rungs­ge­schichte dokumentieren

Müns­ter ist spä­tes­tens mit dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs ein Ein­wan­de­rungs­ziel für Men­schen aus der gan­zen Welt gewor­den. Die Zuwan­de­rungs­gründe sind viel­fäl­tig. Waren es zunächst die Nach­wir­kun­gen des Welt­kriegs, die euro­päi­sche Flucht­be­we­gun­gen mit sich brach­ten, folg­ten seit den 1960er Jah­ren Men­schen aus der gan­zen Welt den Arbeits­an­ge­bo­ten in der Stadt. In den 90er Jah­ren flo­hen Men­schen vor dem Krieg in Ex-Jugo­sla­wien, in den 2010er Jah­ren vor den Kri­sen im Nahen Osten und seit vier Jah­ren auf­grund des rus­si­schen Kriegs gegen die Ukraine. Die Stadt ver­sucht seit über 40 Jah­ren, die­sen Zuge­wan­der­ten eine Stimme zu geben und rich­tete 1984 einen ers­ten demo­kra­tisch gewähl­ten Aus­län­der­bei­rat auf kom­mu­na­ler Ebene ein. Die Initia­tive dafür ging maß­geb­lich auf Spy­ros Mari­nos zurück, der 1959 als Gast­ar­bei­ter aus Grie­chen­land nach Deutsch­land gekom­men war und Medi­zin an der Uni­ver­si­tät stu­diert hatte. Mari­nos hatte den Vor­sitz des Aus­län­der­bei­ra­tes, dem spä­te­ren Inte­gra­ti­ons­rat und heu­ti­gen Aus­schuss für Chan­cen­gleich­heit und Inte­gra­tion von des­sen Grün­dung 1984 bis zum Jahr 2014 inne.

Wie kann die Per­spek­tive die­ser Men­schen in der Stadt­ge­schichte sicht­bar wer­den? Die bei­den Gedächt­nis­in­sti­tu­tio­nen der Stadt, das Stadt­mu­seum und das Stadt­ar­chiv, fra­gen kri­tisch, ob die „offi­zi­elle Sicht“ auf Migra­tion wirk­lich die ganze Geschichte erzählt. Feh­len nicht Briefe, Tage­bü­cher, Foto­gra­fien, Erin­ne­rungs­stü­cke und die dazu­ge­hö­ri­gen Geschich­ten und Hin­ter­gründe, die das Ankom­men ein­zel­ner Per­so­nen und Fami­lien in Müns­ter für spä­tere Gene­ra­tio­nen nach­voll­zieh­bar macht? Wie war es, hier in der Stadt anzu­kom­men? Wel­chen Schwie­rig­kei­ten muss­ten sich Fami­lien stel­len? Wer half beim Ankom­men und wie gelang die Inte­gra­tion in die Stadt­ge­sell­schaft? Wie hielt man Kon­takt zu den Men­schen in der Hei­mat und wie ging man mit Heim­weh um?

Kom­men Sie am Akti­ons­tag ins Büro des ACI und brin­gen Sie Ihre Erin­ne­rungs­stü­cke mit. Erzäh­len Sie uns ihre Geschichte dazu und wir doku­men­tie­ren es für die Stadt­ge­schichte! Ziel ist es, Objekte für zukünf­tige Aus­stel­lun­gen des Stadt­mu­se­ums zu sam­meln und For­schung zur Migra­ti­ons­ge­schichte im Stadt­ar­chiv zu ermög­li­chen. Gerne bera­ten die städ­ti­schen Ein­rich­tun­gen auch bei eige­nen Pro­jek­ten zur Stadt- oder Familiengeschichte.

 

Ver­an­stal­tungs­da­tum: 21.05.2026

Ver­an­stal­tungs­zeit­raum: 10-13 Uhr

Ort: Büro des Aus­schus­ses für Chan­cen­gleich­heit und Inte­gra­tion; Lud­ge­ri­platz 4-6, 48151 Münster

Art der Ver­an­stal­tung: Doku­men­ta­tion von Müns­ters Einwanderungsgeschichte

Thema der Ver­an­stal­tung: Gesell­schaft und Erin­ne­rungs­kul­tur, Integration

Ver­an­stal­tungs­typ: Öffent­li­che Veranstaltung

Insti­tu­tion: Stadt­ar­chiv Müns­ter, Stadt­mu­seum Müns­ter, Aus­schuss für Chan­cen­gleich­heit und Inte­gra­tion Münster


Web­site: https://www.stadt-muenster.de/zusammenhalt-in-vielfalt/bring-deine-geschichte
Kon­takt: Dr. Peter Worm, worm@stadt-muenster.de
Social Media Kanäle: https://bsky.app/profile/stadtarchivms.bsky.social

 

 

 

 

 

 

Von |2026-05-05T10:11:46+02:00Mai 5th, 2026|Kommentare deaktiviert für Bring deine Geschichte mit