Nachdem Stefan Blunier in dieser Spielzeit mit Beethovens 9. Sinfonie und Bruckners 7. Sinfonie bereits zwei überaus populäre Werke des sinfonischen Kanons dirigiert hat, präsentiert er bei seinem dritten Gastspiel Kompositionen, denen wir nicht allzu oft im Konzert begegnen. Dmitri Schostakowitsch gehört zwar zu den bedeutendsten Tonschöpfern des 20. Jahrhunderts, mit „Zwei Stücke von Domenico Scarlatti für Blasorchester“ erleben wir ihn jedoch noch am Anfang seiner Laufbahn, bevor ihn der Bannstrahl der sowjetischen Kulturwächter traf. Mit dem von den Nazis verfemten Paul Hindemith steht im Anschluss einer der Lieblingskomponisten des in Duisburg geborenen Frank Peter Zimmermann auf dem Programm. Seine Einspielung von Hindemiths Violinkonzert wurde in der Fachpresse sogar als neue Referenzeinspielung gelobt: ein Werk, das den Komponisten nicht so sehr als gefürchteten „Bürgerschreck“ zeigt, sondern vielmehr seine zugängliche, lyrische Seite exponiert. Ein spektakuläres „Duell“ zweier Pauken hält dann der letzte Satz aus Carl Nielsens 4. Sinfonie bereit. Hier hallen die Schrecken des Ersten Weltkriegs wider, denen der Komponist im hymnischen Choral am Ende „das Unauslöschliche“ entgegensetzt: den elementaren Willen, zu leben, wie Nilsen selbst den Titel deutete.
Veranstaltungsdatum: 20.05.2026
Veranstaltungszeitraum: 19:30 – 21:30 Uhr
Ort: Philharmonie Mercatorhalle, Duisburg
Thema der Veranstaltung: Werke von Schostakowitsch, Hindemith und Nielsen
Veranstaltungstyp: Öffentliche Veranstaltung
Institution: Duisburger Philharmoniker mit Dirigent Stefan Blunier und Violinist Frank Peter Zimmermann
Website: www.theater-duisburg.de
Kontakt: Pia Nelles
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