Slammt Tache­les! Poetry-Slam zum jüdi­schen Leben in Deutschland!

Die Beauf­tragte der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medien, der Beauf­tragte der Bun­des­re­gie­rung für jüdi­sches Leben in Deutsch­land und den Kampf gegen Anti­se­mi­tis­mus, der Zen­tral­rat der Juden in Deutsch­land und die Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion loben im Jahr 2023 den Wett­be­werb „Slammt Tache­les! Poetry-Slam zum jüdi­schen Leben in Deutsch­land“ aus.

           Foto: privat

Platz 1:

Iden­ti­tä­ten­sa­lat einer Vaterjüdin

von: Liel Droste

Liel Droste wurde 1998 in Viet­nam gebo­ren. Auf­ge­wach­sen in Sons­beck (NRW) ent­schloss sie sich nach dem Abitur nach Ber­lin umzu­zie­hen. Auf den Spu­ren ihrer jüdi­schen Wur­zeln, begeis­terte sie sich immer mehr für das leben­dige Juden­tum Ber­lins. Schließ­lich ent­schied sie sich für den Über­tritt zum ortho­do­xen Juden­tum. Heute lebt sie wei­ter in Ber­lin und enga­giert sich für jun­ges, jüdi­sches Leben.

           Foto: Sascha Klacke

Platz 2:

Rezept (für 2 bis 82 Mio. Personen)

von: Finn Holitzka

Finn Holitzka (*1995) arbei­tet als Text- und Audio­jour­na­list, schreibt Poetry und mode­riert Büh­nen­ver­an­stal­tun­gen. Als Slam­poet war er unter ande­rem zu Gast im Deut­schen Schau­spiel­haus Ham­burg und Lite­ra­tur­haus Mün­chen, als Mode­ra­tor-Gast­ge­ber der Dich­ter­schlacht Darm­stadt und der Music Sneak in der Jahr­hun­dert­halle Frank­furt. Dar­über hin­aus kre­ierte er Ver­mitt­lungs­for­mate im Stä­del Museum Frank­furt, Hes­si­schen Lan­des­mu­seum Darm­stadt und Kling­spor Museum Offen­bach. Erfolge erzielte er bei hes­si­schen und deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Poetry-Slam, er ist im Jahr­buch der Lyrik 2022 ver­tre­ten und Her­aus­ge­ber der Samm­lung „Tin­ten­fri­sche“ (Lek­tora). Er lebt in Koblenz.

           Foto: 2C Photography

Platz 2:

erin­nerst du dich

von: Ben­ja­min Poliak

Der 24-jäh­rige Ben­ja­min Poliak steht seit fast acht Jah­ren regel­mä­ßig auf Lite­ra­tur­büh­nen im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum. 2016 und 2017 wurde er U20-Meis­ter, 2022 NRW-Meis­ter im Poetry-Slam. Er ver­an­stal­tet und mode­riert Poetry-Slam- und Stand-up-Comedy-Ver­an­stal­tun­gen in Bochum und Düs­sel­dorf. Im April 2023 erschien seine Poetry-Slam-Text­samm­lung „Stille Was­ser sind ohne Koh­len­säure“. Haupt­amt­lich wid­met sich der Diplom-Jurist der Rechts­wis­sen­schaft. Als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter pro­mo­viert er an der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum zu Fra­gen der Kunstfreiheit.

           Foto: pri­vat

Platz 3:

Die­ser Stern an dei­ner Kette

von: Tobias Beitzel

Tobias Beit­zel wurde am 1. Mai 1997 in Lan­cas­ter (Penn­syl­va­nia) gebo­ren und lebt seit sei­nem zwei­ten Lebens­jahr in dem klei­nen Dorf Arfeld bei Bad Ber­le­burg im Witt­gen­stei­ner Land. Seit 2017 ist er auf Büh­nen in ganz Deutsch­land als Poetry-Slam­mer und Come­dian unter­wegs. Er erreichte bereits zwei Mal das Finale der NRW-Meis­ter­schaf­ten im Poetry-Slam und nahm auch an den deutsch­spra­chi­gen Poetry-Slam-Meis­ter­schaf­ten in Ber­lin Teil. Im Jahr 2019 wurde er zudem mit dem Preis der jun­gen Poe­ten aus­ge­zeich­net. Seit zwei Jah­ren ist er mit sei­nem ers­ten Solo­pro­gramm „Dorf­kind“ auf Tour und auch seine Ver­an­stal­tungs­reihe „Ein Som­mer­abend“ hat sich in ganz NRW einen Namen gemacht. Auch seine wöchent­li­che Radio­ko­lumne „Beit­zels Laut­spre­cher“ erfreut sich gro­ßer Beliebtheit.

           Foto: Flo­riane Brückner

Platz 3:

15 Pro­zent

von: Ste­phan Brosch

Ste­phan Brosch lebt in Halle an der Saale. Dort stu­diert er Sprech­wis­sen­schaft. Neben­her arbei­tet er als Mode­ra­tor, Trau­red­ner und Autor. Mit sei­nen Tex­ten tritt er im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Gebiet auf Lite­ra­tur­ver­an­stal­tun­gen auf.

           Foto: Jakob Kielgass

Platz 3:

Bot­trop liegt in New Jersey

von: Kaleb Erdmann

Kaleb Erd­mann ist Autor, Dra­ma­ti­ker und Büh­nen­poet. Er stu­dierte Poli­tik­wis­sen­schaf­ten in Mün­chen und Frank­furt am Main sowie Lite­ra­ri­sches Schrei­ben in Leip­zig. Seit 2009 ist er im deutsch­spra­chi­gen Raum erfolg­reich als Spo­ken-Word-Künst­ler prä­sent. Er ver­öf­fent­lichte zahl­rei­che lite­ra­ri­sche Kurz­texte und wurde 2020 mit sei­nem Thea­ter­stück „Unten“ für den Retz­ho­fer Dra­ma­preis nomi­niert. 2021 war er Fina­list des open mike – Wett­be­werb für junge Literatur.
Seit 2020 ist er Autor und Redak­teur für diverse Fern­seh- und Unter­hal­tungs­for­mate (u.a. RTL, Ama­zon Video, 3Sat, WDR, KIKA). 2022 erhielt er das 360°-Stipendium der Stadt Düs­sel­dorf für sei­nen Debut­ro­man, der März 2024 im Ull­stein-Ver­lag erscheint.

           Foto: pri­vat

Platz 3:

Schuhe und Spu­ren, Denk­mä­ler und Vasen

von: Jonas Galm

Jonas Galm inter­es­siert sich für Kol­la­bo­ra­tion und Kol­lek­ti­ves, für Spra­chen und die all­ge­meine Unord­nung. 2020 wurde er säch­si­scher Lan­des­meis­ter im Poetry-Slam und stand zuletzt im Team­fi­nale der inter­na­tio­na­len Poetry-Slam-Meis­ter­schaf­ten in Wien. Er spielt Thea­ter und lei­tet Schreib­work­shops im deut­schen und fran­zö­si­schen Raum, hat Lite­ra­tur­fes­ti­vals in Nie­der­sach­sen mode­riert und mit­or­ga­ni­siert und ist Mit­her­aus­ge­ber des Lite­ra­tur­ma­ga­zins „BELLA triste“ sowie Teil des Kollektivs„VERSCHWENDE DEINE LYRIK!“ — ver­gan­ge­nen Herbst erschien der Gedicht- und Col­la­gen­band „GRÜSS MIR DEN MOND, IKARUS“.

           Foto: pri­vat

Platz 3:

Groß­va­ter­lands­liebe

von: Han­nah Feli­ci­tas Schlachter

Han­nah Feli­ci­tas Schlach­ter wurde 1998 in Rhein­land-Pfalz gebo­ren, wo sie in einem mehr­ge­ne­ra­tio­na­len Umfeld auf­wuchs. Nach Abschluss der Schule machte sie zunächst eine Aus­bil­dung zur Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin und zog anschlie­ßend für das Stu­dium der Fächer Latein und Deutsch nach Frei­burg im Breis­gau und Lon­don. In Frei­burg stu­diert sie gegen­wär­tig den Mas­ter­stu­di­en­gang Euro­päi­sche Lite­ra­tu­ren und Kul­tu­ren. In ihrem Schrei­ben beschäf­tigt sie sich mit Aspek­ten rund um die The­men­fel­der Raum, Erin­ne­rung und Iden­ti­tät; erste Erfah­run­gen im Lite­ra­tur­be­trieb hat sie als Fina­lis­tin bei „wir­s­ind­le­sens­wert“ gesammelt.

           Foto: pri­vat

Platz 3:

DAZWISCHEN

von: Anna Syrkina

Anna Syr­kina ist in Ham­burg gebo­ren. Ihre Fami­lie immi­gierte 1992 aus St. Peters­burg, Russ­land nach Deutsch­land. Nach ihrem Abitur stu­dierte Anna Staats­wis­sen­schaf­ten in Pas­sau und Mos­kau und schloss ihren Mas­ter in Ost­eu­ro­pa­stu­dien in Ber­lin ab. Anna inter­es­sierte sich schon immer für Poe­sie und krea­ti­ves Schrei­ben. Mit ihrer Kunst will sie den Kon­flikt des Auf­wach­sens mit ver­schie­de­nen Iden­ti­tä­ten auf­zei­gen. Sie möchte Men­schen mit Zuwan­de­rungs­ge­schichte errei­chen, die ver­su­chen, einen eige­nen Platz in der Gesell­schaft zu fin­den, das Mosaik der Iden­ti­tä­ten bes­ser zu ver­ste­hen und so dem inne­ren Dia­log in sei­ner Viel­falt ein Gehör in der Öffent­lich­keit zu verschaffen.

           Foto: Tarek Browarzik

Platz 3:

Hung­rig, dein Kätzchen

von: Lea Weber

Lea Weber (*1996) lebt und arbei­tet in Essen als Poetry-Slam­me­rin und Illus­tra­to­rin. Seit 2015 tourt sie erfolg­reich über die Poetry-Slam Büh­nen Deutsch­lands und gibt ihr Wis­sen zum krea­ti­ven Schrei­ben regel­mä­ßig in Work­shops an sprach­be­geis­terte Men­schen wei­ter. 2017 gewann sie die hes­si­sche U20-Meis­ter­schaft im Poetry-Slam und wurde 2022 hes­si­sche Vize­meis­te­rin. Einige ihrer Texte erschie­nen in ver­schie­de­nen Antho­lo­gien und 2020 ver­öf­fent­lichte sie ihr ers­tes Buch mit eige­nen Tex­ten, Gedich­ten und Illustrationen.

Ziel des Wett­be­werbs ist es, die Leben­dig­keit und Viel­falt jüdi­schen Lebens in unse­rer Mitte zu zei­gen und den Zusam­men­halt zu stär­ken. Damit wol­len die Initia­to­ren erneut mit einem Wett­be­werb an den anti­se­mi­ti­schen Anschlag auf die Syn­agoge in Halle am 9. Okto­ber 2019 erin­nern und mit einer posi­ti­ven Aktion die Viel­falt jüdi­schen Lebens als unver­brüch­li­chen, inte­gra­ti­ven Bestand­teil unse­rer Gesell­schaft herausstellen.

Was ist das Wettbewerbsziel?

Ziel des Wett­be­werbs ist es, die Leben­dig­keit und Viel­falt jüdi­schen Lebens in unse­rer Mitte zu zei­gen. Des­halb laden wir alle in Deutsch­land leben­den Men­schen ein, sich mit selbst­kre­ierten Spo­ken-Word-Per­for­man­ces der jüdi­schen Kul­tur, dem Leben und All­tag jüdi­scher Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu befassen.

Was sind die Preise?

1. Platz: 3.000 €
2. Platz: 2.500 €
3. Platz: 2.000 €
4. bis 10. Platz: je 1.000 €

Die Preis­gel­der wer­den auf ein von den Gewin­ne­rin­nen und Gewin­nern ange­ge­be­nes Konto über­wie­sen. Die zehn prä­mier­ten Bei­träge wer­den auf den Web­sei­ten der Koope­ra­ti­ons­part­ner bekannt gegeben.

Wer kann mitmachen?

Der Poetry-Slam-Wett­be­werb rich­tet sich an alle in Deutsch­land leben­den Men­schen. Teil­nah­me­be­rech­tigt sind natür­li­che Per­so­nen, die das 18. Lebens­jahr voll­endet haben. Die Teil­nahme von Min­der­jäh­ri­gen ist nur mit Zustim­mung eines gesetz­li­chen Ver­tre­ters möglich.

Bitte lesen Sie die Teil­nah­me­be­din­gun­gen und Nut­zungs­rechte sorg­fäl­tig durch.

Was ist einzureichen?

Pro Per­son kann ein Bei­trag in Form eines Videos mit dazu­ge­hö­ri­gem Text ein­ge­sen­det wer­den. Der Bei­trag ist zum einen in Form eines als nicht gelis­tet ein­ge­stell­ten Video-Links (You­Tube oder Vimeo), zum ande­ren als Text­do­ku­ment (PDF-Datei) über das unten­ste­hende For­mu­lar unter „Ihr Bei­trag“ ein­zu­rei­chen. Der Bei­trag soll mit einem Titel ver­se­hen sein.

Hier geht es zum Erklär­vi­deo von Hen­rik Szanto!

Zu beach­ten sind dabei fol­gende Poetry-Slam-Regeln:

  • Der Bei­trag muss selbst geschrie­ben und in deut­scher Spra­che ver­fasst werden.
  • Der Bei­trag darf bereits auf Büh­nen vor­ge­tra­gen, aber weder als Text noch als Video bis­her ver­öf­fent­licht wor­den sein.
  • Der Slam-Text soll min­des­tens 3 Minu­ten und maxi­mal 5,5 Minu­ten lang sein.
  • Der Vor­trag fin­det frei von Requi­si­ten statt, kann aber abge­le­sen wer­den. Das bedeu­tet auch, dass das Video frei von Effek­ten zu sein hat, also eine reine Auf­nahme des Auf­tritts mit eige­nem Text, Han­dy­vi­deo o. Ä. reicht auch.
  • Zitate sind mög­lich, müs­sen aber im Text gekenn­zeich­net sein.
  • Der Text darf nicht vor­ran­gig gesun­gen wer­den, Rap­pen bzw. a cap­pella ist erlaubt.

Wie ist der Wettbewerbszeitraum?

Der Poetry-Slam-Wett­be­werb beginnt am 27. März 2023 und endet am 4. Juni 2023.

Video ein­rei­chen

Wir freuen uns über Ihre Teil­nahme am Poetry-Slam Wett­be­werb "Slammt
Tache­les! Poetry-Slam zum jüdi­schen Leben in Deutschland":







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    Clau­dia Roth

    Staats­mi­nis­te­rin für Kul­tur und Medien

    Kunst und Kul­tur kön­nen das jüdi­sche Leben in Deutsch­land in all sei­ner Breite und Viel­falt sicht­bar und erleb­bar machen. Das gilt auch für den Wett­be­werb "Slammt Tache­les!". Als große Lieb­ha­be­rin von Poetry-Slams freue ich mich schon jetzt auf die Wettbewerbsbeiträge.

    Foto: Kris­tian Schuller

    Dr. Felix Klein

    Beauf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung für jüdi­sches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus

    Die aus dem Jid­di­schen stam­mende Rede­wen­dung "Tache­les reden" bedeu­tet, offen mit­ein­an­der zu dis­ku­tie­ren und unver­blümt seine Mei­nung zu sagen. Darum geht es auch bei die­sem Wett­be­werb: sich mit Hilfe der Spra­che dem heu­ti­gen jüdi­schen Leben in Deutsch­land zu nähern und seine Wahr­neh­mung dazu offen zu äußern, gerne auch in poe­ti­scher Form. Die­ser Poetry-Slam rich­tet sich an alle, die etwas zur jüdi­schen Gegen­wart zu sagen und Lust am For­mu­lie­ren haben. Las­sen Sie Ihrer Krea­ti­vi­tät freien Lauf und stel­len Sie sich die­sem außer­ge­wöhn­li­chen Wettbewerb!

    Foto: BMI

    Dr. Josef Schuster

    Prä­si­dent des Zen­tral­ra­tes der Juden in Deutschland

    Gedichte wer­den oft als stille Kunst­werke betrach­tet, die in Ruhe und Abge­schie­den­heit gele­sen wer­den soll­ten. Poetry-Slams hin­ge­gen sind ein leben­di­ges Ereig­nis, das die Dich­te­rin­nen und Dich­ter selbst auf die Bühne und ins Ram­pen­licht holt. So schafft das vor­ge­tra­gene Gedicht Räume der kol­lek­ti­ven Wahr­neh­mung und des Aus­tau­sches. Ich ermu­tige alle Büh­nen­dich­te­rin­nen und Büh­nen­dich­ter dazu, ihrer Fan­ta­sie und der Spra­che freien Lauf zu las­sen und freue mich auf eine Viel­falt an jüdi­schen und nicht-jüdi­schen Stim­men der Gegenwart!

    Foto: Zen­tral­rat der Juden

    Olaf Zim­mer­mann

    Spre­cher der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion und Geschäfts­füh­rer des Deut­schen Kulturrates

    Die Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion steht für Zusam­men­halt in Viel­falt. Der Kunst und Kul­tur fällt hier­bei eine bedeu­tende Rolle zu. Das kann unter­halt­sam, aber auch kri­tisch sein. Ich lade Sie daher ein, an unse­rem Poetry-Slam-Wett­be­werb teil­zu­neh­men: Slam­men Sie Tacheles!

    Foto: Jule Roehr

    Nach Ein­sen­de­schluss wird eine unab­hän­gige Jury alle ein­ge­reich­ten Spo­ken-Word-Per­for­man­ces ohne Angabe der Urheberin/des Urhe­bers sich­ten. Aus allen ein­ge­reich­ten Bei­trä­gen wird die Jury die zehn zu prä­mie­ren­den Bei­träge aus­wäh­len. Die Ent­schei­dung der Jury ist nicht anfecht­bar. Die Gewin­ne­rin­nen und Gewin­ner wer­den nach der Jury­sit­zung informiert.

    Der Jury gehö­ren an:

    Denise Bretz, gebo­ren 1995 in Bie­le­feld, ist Medi­en­kauf­frau, Lek­to­rin und seit 2022 Lei­te­rin des Lek­tora-Ver­lags in Pader­born, der sich dem Genre Poetry Slam ver­schrie­ben hat. Auch pri­vat ent­deckt man sie gerne mit Buch in der einen und Blei­stift in der ande­ren Hand.

    Foto: Tobias Heyel

    Nora-Euge­nie Gom­rin­ger, Jahr­gang 1980, ist Schwei­ze­rin und Deut­sche und war 2001 die erste Slamm­as­te­rin in Bay­ern. Bis 2006 führte und baute sie den Poetry-Slam in Bam­berg – „Slam­berg“ – aus. 2005 gewann sie mit Fiva MC und Mia Pit­troff den Meis­ter­schafts­ti­tel der deutsch­spra­chi­gen Slam­m­eis­ter­schaf­ten in Leip­zig. Gom­rin­ger ist viel­fach aus­ge­zeich­nete Lyri­ke­rin und Per­for­me­rin. Sie schreibt außer­dem Kolum­nen, Libretti und für Feuil­le­ton, Radio und TV. Seit 2010 ist sie Direk­to­rin des Inter­na­tio­na­len Künst­ler­hau­ses Villa Concordia.

    Foto: Judith Kinitz

    Dr. Felix Klein ist seit 2018 Beauf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung für jüdi­sches Leben in Deutsch­land und den Kampf gegen Anti­se­mi­tis­mus. Er stu­dierte Rechts­wis­sen­schaf­ten in Frei­burg, Ber­lin und Lon­don und absol­vierte die Aus­bil­dung für den höhe­ren Aus­wär­ti­gen Dienst in Bonn. 2001 pro­mo­vierte er an der Uni­ver­si­tät St. Gal­len mit einem fami­li­en­recht­li­chen Thema. Er war Län­der­re­fe­rent für Süd­ame­rika, in Jaunde/Kamerun und Mai­land sowie von 2007 bis 2018 in meh­re­ren Funk­tio­nen im Aus­wär­ti­gen Amt, zuletzt als Son­der­be­auf­trag­ter für Bezie­hun­gen zu jüdi­schen Orga­ni­sa­tio­nen und Anti­se­mi­tis­mus­fra­gen. Dr. Klein spielt Geige im „Diplo­ma­ti­schen Streich­quar­tett Ber­lin“, das sich vor allem den Wer­ken jüdi­scher Kom­po­nis­ten widmet.

    Foto: BMI

    Dr. Fre­de­rek Mus­all ist zum Som­mer­se­mes­ter 2023 die neu­ein­ge­rich­tete Pro­fes­sur für Jüdi­sche Studien/Religionswissenschaft an der Uni­ver­si­tät Würz­burg ange­tre­ten. Von 2009 bis Win­ter­se­mes­ter 2022/23 hatte er den Lehr­stuhl für Jüdi­sche Phi­lo­so­phie und Geis­tes­ge­schichte an der Hoch­schule für Jüdi­sche Stu­dien Hei­del­berg inne und war seit 2017 auch als deren stell­ver­tre­ten­der Rek­tor tätig. Gemein­sam mit Johan­nes Becke und Beyza Ars­lan hos­tet er seit 2019 den Pod­cast „Mekka und Jeru­sa­lem – ein Pod­cast zu den jüdisch-mus­li­mi­schen Bezie­hun­gen“. Fre­de­rek Mus­all ist u. a. Vor­sit­zen­der des wis­sen­schaft­li­chen Bei­ra­tes des jüdi­schen Ernst Lud­wig Ehr­lich Studienwerkes.

    Foto: SRF Kultur

    Clau­dia Roth wurde 1955 in Ulm gebo­ren und stu­dierte Thea­ter­wis­sen­schaf­ten an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen. Ab 1975 arbei­tete sie als Dra­ma­tur­gin an ver­schie­de­nen städ­ti­schen Büh­nen. Von 1982 bis 1985 war sie Mana­ge­rin der Band „Ton Steine Scher­ben“, bevor sie 1985 als Pres­se­spre­che­rin der ers­ten grü­nen Frak­tion im Deut­schen Bun­des­tag in die Poli­tik wech­selte. Von 1989 bis 1998 war sie Mit­glied des Euro­päi­schen Par­la­ments und seit 1998 Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges. Als Mit­glied der Bun­des­tags­frak­tion Bünd­nis 90/Die Grü­nen hatte sie ver­schie­dene Funk­tio­nen inne, u. a. als erste Vor­sit­zende des Aus­schus­ses für Men­schen­rechte und Huma­ni­täre Hilfe. Von 2004 bis 2013 war Clau­dia Roth Bun­des­vor­sit­zende von Bünd­nis 90/Die Grü­nen und von 2013 bis 2021 Vize­prä­si­den­tin des Deut­schen Bun­des­ta­ges. Im Dezem­ber 2021 wurde Clau­dia Roth zur Staats­mi­nis­te­rin für Kul­tur und Medien ernannt.

    Foto: Kris­tian Schuller