Foto­wett­be­werb

Zusam­men­halt in Vielfalt –
Jüdi­scher All­tag in Deutschland

Die Beauf­tragte der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medien, der Beauf­tragte der Bun­des­re­gie­rung für jüdi­sches Leben in Deutsch­land und den Kampf gegen Anti­se­mi­tis­mus, der Zen­tral­rat der Juden in Deutsch­land und die Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion loben einen Foto­wett­be­werb mit dem Titel „Zusam­men­halt in Viel­falt – Jüdi­scher All­tag in Deutsch­land“ aus.

Am 12. März 2021 fand die Prä­mie­rung des Foto­wett­be­werbs statt.
Hier geht es zur Aufzeichnung!

Hin­weis: Die Fotos sind urhe­ber­recht­lich geschützt und dür­fen nur im Rah­men der Bericht­erstat­tung des Foto­wett­be­werbs "Zusam­men­halt in Viel­falt - Jüdi­scher All­tag in Deutsch­land" und unter Angabe der Urheberin/des Urhe­bers ver­wen­det werden.

Platz 1:

Ein Schutz­mann für Kafka

Foto: Det­lef Seydel

Platz 2:

Auf dem Weg zur Schule

Foto: Evge­nia Lisowski

Platz 3:

Evge­niya And Other Kos­her Berliners

Foto: Sonia Alcaina Gall­ardo und Evge­niya Kartashova

Platz 4:

Män­ner und Frauen beten gemein­sam in der lan­gen Nacht der Reli­gio­nen in der Fra­en­kel­ufer Syn­agoge in Berlin

Foto: Boaz Arad

Platz 4:

Ange­kom­men - Syn­agoge Rykestraße

Foto: Ralf Bäcker

Platz 4:

Im Spiel ver­sun­ken, hüp­fen um den Davidstern

Foto: Gesche-M. Cordes

Platz 4:

Wir Jun­gen kön­nen vie­les bewirken

Foto: Sabina Ermak

Platz 4:

L'Dor VaDor

Foto: Alisa Marhöfer

Platz 4:

Vin­cen­tino e.V. & Kes­het e.V. - Jüdi­sches Leben in Berlin

Foto: Mat­thias Schellenberger

Platz 4:

Ein­kauf in der Nachbarschaft

Foto: Yahya Yahyayev

Bewer­bung für eine Aus­stel­lung der zehn prä­mier­ten Fotos

Mit der Aus­lo­bung des Wett­be­werbs wurde geplant, die zehn Gewin­n­erfo­tos als Aus­stel­lung auf Reise durch die Bun­des­re­pu­blik zu schi­cken. Inter­es­sierte Insti­tu­tio­nen und Orga­ni­sa­tion in allen Regio­nen Deutsch­lands kön­nen sich hier­für bei der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion form­los bis zum 30. April 2021 unter integration@kulturrat.de bewerben.

Ihre form­lose Bewer­bung sollte fol­gende Infor­ma­tio­nen enthalten:

  • Name und Anschrift Ihrer Insti­tu­tion (Ansprechpartner/in)
  • kurze Beschrei­bung der Tätig­keit Ihrer Institution
  • Ort der Aus­stel­lung (Wie wird die Aus­stel­lung der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht?)
  • Zeit­raum für die Ausstellung
  • geplante Bewer­bung der Ausstellung

All­ge­meine Hinweise:

  • Die zehn gerahm­ten Fotos (37,0 cm x 46,7 cm) wer­den in einer Kiste (47,8 cm x 59,8 cm x 49,8 cm) per Spe­di­tion gelie­fert. Für das Aus­lei­hen der gerahm­ten Fotos ent­ste­hen keine Kos­ten. Die Trans­port­kos­ten, sämt­li­che Kos­ten im Zusam­men­hang mit der Aus­stel­lung sowie die Ver­si­che­rung der Bil­der wer­den vom Aus­stel­ler über­nom­men. Hierzu wird eine ver­trag­li­che Ver­ein­ba­rung geschlossen.
  • Die Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion stellt Infor­ma­ti­ons­ma­te­rial zu den aus­ge­stell­ten Fotos zur Verfügung.
  • Alle zehn Fotos sol­len gemein­sam in einem Zusam­men­hang aus­ge­stellt wer­den. Die Aus­stel­lung eig­net sich nur für geschlos­sene Räume.
  • Der Aus­stel­lungs­zeit­raum ist in der Regel auf 14 Tage ange­legt. Der ange­fragte Zeit­raum für die Aus­stel­lung kann auch in 2022 liegen.

Soll­ten Sie noch Fra­gen haben, kön­nen Sie sich gerne an Maren Ruh­fus (m.ruhfus@kulturrat.de) und Kris­tin Bra­band (k.braband@kulturrat.de) wen­den.

Ziel des Wett­be­werbs ist es, die Leben­dig­keit und Viel­falt jüdi­schen Lebens in unse­rer Mitte zu zei­gen und den Zusam­men­halt zu stär­ken. Damit wol­len die Initia­to­ren auf den anti­se­mi­ti­schen Anschlag auf die Syn­agoge in Halle am 9. Okto­ber 2019 reagie­ren und mit dem Wett­be­werb die Viel­falt, den Reich­tum, aber auch die Nor­ma­li­tät jüdi­schen Lebens als unver­brüch­li­chen, inte­gra­ti­ven Bestand­teil der deut­schen Gesell­schaft her­aus­stel­len. Alle in Deutsch­land leben­den Men­schen sind ein­ge­la­den, sich foto­gra­fisch mit dem Leben, den Lebens­ge­wohn­hei­ten und dem All­tag der jüdi­schen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger als fes­tem Teil unse­rer Gesell­schaft zu befassen.

Prof. Monika Grüt­ters MdB

Staats­mi­nis­te­rin für Kul­tur und Medien

Jom Kip­pur, den höchs­ten jüdi­schen Fei­er­tag, wählte der Täter für sei­nen grau­sa­men Anschlag in Halle, dem zwei unbe­tei­ligte Men­schen zum Opfer fie­len. Die schwere Eichen­tür der Syn­agoge hielt den ­Kugeln des Has­ses stand und bot lebens­ret­ten­den Schutz für die jüdi­schen Gläubigen.

Im Kampf gegen Anti­se­mi­tis­mus brau­chen wir offene Türen genauso wie geschlos­sene Türen. Begeg­nun­gen, Aus­tausch und Zusam­men­halt einer­seits – Schutz, Abwehr und Straf­ver­fol­gung ande­rer­seits. 75 Jahre nach der Shoah muss sich jüdi­sches Leben wei­ter­hin in Frei­heit und ohne Angst ent­fal­ten kön­nen. Mit dem Foto­wett­be­werb „Zusam­men­halt in Viel­falt – Jüdi­scher All­tag in Deutsch­land“ will ich gemein­sam mit der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion, dem Zen­tral­rat der Juden in Deutsch­land und dem Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für jüdi­sches Leben in Deutsch­land ein Zei­chen für Soli­da­ri­tät und Ver­bun­den­heit set­zen – ein Zei­chen dafür, dass Viel­falt und Reich­tum blü­hen­den jüdi­schen Lebens in Deutsch­land Teil unse­rer gemein­sa­men Iden­ti­tät und Geschichte sind.

Anti­se­mi­tis­mus ist ein Angriff auf uns alle. Nur gemein­sam, im Zusam­men­ste­hen aller Kräfte die­ses Lan­des, kön­nen wir ihn bekämp­fen. Ich danke all jenen, die mit Lei­den­schaft und Sach­ver­stand daran mitwirken!

Foto: Elke Jung-Wolff

Dr. Felix Klein

Beauf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung für jüdi­sches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus

Nach dem Atten­tat von Halle kann die töd­li­che Dimen­sion von Anti­se­mi­tis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus von nie­man­dem mehr igno­riert wer­den. Sie stel­len heute die größte Bedro­hung für unsere Demo­kra­tie dar.

Diese Bedro­hung nimmt die Bun­des­re­gie­rung sehr ernst. Ein Kabi­nett­aus­schuss befasst sich zur­zeit inten­siv damit; 22 Mil­lio­nen Euro sind für die Sicher­heit jüdi­scher Ein­rich­tun­gen bewil­ligt wor­den. Aber Schutz bedeu­tet mehr als nur Gebäu­de­si­cher­heit. Wir müs­sen die jüdi­sche Gemein­schaft ins­ge­samt bes­ser schüt­zen, auch im All­tags­le­ben. Jüdi­sches Leben aktiv zu för­dern und es als Teil unse­rer kul­tu­rel­len Viel­falt in Deutsch­land begreif­bar zu machen, ist ebenso wich­tig wie der Kampf gegen Hass. Die­ser Foto­wett­be­werb ist eine her­vor­ra­gende Gele­gen­heit dafür. Indem er in jüdi­sche Lebens­wel­ten Ein­blick bie­tet, soll er neu­gie­rig machen.

Jüdi­sches Leben ist kon­sti­tu­ti­ver Teil unse­rer Geschichte und unse­rer Gegen­wart. Es zeigt sich heute wie­der kraft­voll und selbst­be­wusst. Das ist ein gro­ßes Glück für unser Land. Ich wün­sche uns viele inter­es­sante und anre­gende Bil­der, die Juden­tum in Deutsch­land in vie­ler­lei Facet­ten sicht­bar machen.

Foto: BMI

Dr. Josef Schuster

Prä­si­dent des Zen­tral­ra­tes der Juden in Deutschland

Auf die­sen Wett­be­werb freue ich mich sehr – denn er macht mich sehr neu­gie­rig: Wel­che Motive wer­den ein­ge­reicht? Fotos von jüdi­schen Fried­hö­fen oder von Stol­per­stei­nen? Oder Fotos vom leben­di­gen ­jüdi­schen Leben, wie es heute in mehr als 100 jüdi­schen Gemein­den in ganz Deutsch­land stattfindet?

Juden­tum in Deutsch­land – das ist sehr viel­fäl­tig. Es reicht von der Frau­en­or­ga­ni­sa­tion WIZO über die Jüdi­sche Stu­die­ren­den­union bis zum ortho­do­xen Rab­bi­ner­se­mi­nar, es fin­det inner­halb und außer­halb der Gemein­den statt, es mischt sich manch­mal mit ande­ren Religionsgemeinschaften.

Ich wün­sche mir, dass sich diese Viel­falt in den Wett­be­werbs­bei­trä­gen wider­spie­gelt – und der Wett­be­werb damit dazu bei­trägt, das Ver­ständ­nis für­ein­an­der zu ver­bes­sern. Und ich hoffe, dass sich quer durch die Bevöl­ke­rung, durch alle Alters­grup­pen Men­schen an dem Wett­be­werb beteiligen.

Dann kön­nen wir zei­gen: Das Juden­tum ist Teil des Lan­des, Juden sind in Deutsch­land zu Hause. Auch wenn sie nicht Weih­nach­ten fei­ern. In die­sem Sinne wün­sche ich allen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern des Wett­be­werbs viel Freude und Erfolg!

Foto: Tho­mas Lohnes

Olaf Zim­mer­mann

Spre­cher der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion und Geschäfts­füh­rer des Deut­schen Kulturrates

„Zusam­men­halt in Viel­falt“ titeln die 15 The­sen der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion, einem bis­lang ein­ma­li­gen Bünd­nis aus Zivil­ge­sell­schaft, Kir­chen und Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten, Sozi­al­part­nern, Medien, Bund, Län­dern und kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den. Die Mit­glie­der for­dern darin alle Men­schen in Deutsch­land auf, den Zusam­men­halt unse­rer Gesell­schaft durch gegen­sei­ti­gen Respekt, Tole­ranz und Soli­da­ri­tät mit­zu­ge­stal­ten. Und sie tre­ten geschlos­sen gegen Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus und jede Form von Aus­gren­zung an.

Der Kul­tur fällt dabei eine wich­tige inte­gra­tive Rolle zu, denn kaum ein Lebens­be­reich in Deutsch­land ist so durch Viel­falt und Plu­ra­li­tät geprägt wie Kunst und Kultur.

Und so ist ein Foto­wett­be­werb zum jüdi­schen All­tag über­aus geeig­net, um einer­seits die Viel­falt jüdi­schen Lebens in unse­rer Mitte ein­zu­fan­gen und ande­rer­seits zu der Beschäf­ti­gung und Aus­ein­an­der­set­zung mit ­die­ser Viel­falt anzu­re­gen. Daher freue ich mich, gemein­sam mit der Beauf­trag­ten für Kul­tur und Medien und dem Zen­tral­rat der Juden in Deutsch­land – beide Mit­glie­der der Initia­tive kul­tu­relle Inte­gra­tion – sowie dem Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für jüdi­sches Leben in Deutsch­land und den Kampf gegen Anti­se­mi­tis­mus auf mög­lichst viele Ihrer foto­gra­fi­schen Ent­de­ckun­gen, Per­spek­ti­ven und Blick­win­kel. Sie erfül­len damit unser aller Bekennt­nis zur Viel­falt mit Leben und leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag für den Zusam­men­halt der Men­schen in Deutschland!

Foto: Jule Roehr

Nach Abschluss des Wett­be­werbs wird eine unab­hän­gige Jury alle ein­ge­reich­ten Bil­der ohne Angabe der Urheberin/des Urhe­bers prü­fen. Aus allen ein­ge­reich­ten Fotos wird die Jury die zehn zu prä­mie­ren­den Bil­der aus­wäh­len. Die Ent­schei­dung der Jury ist nicht anfecht­bar. Die Gewin­ne­rin­nen und Gewin­ner wer­den nach der Jury­ent­schei­dung informiert.

Der Jury gehö­ren an:

Iris Ber­ben gehört zu den belieb­tes­ten und viel­sei­tigs­ten Schau­spie­le­rin­nen Deutsch­lands. 1950 in Det­mold gebo­ren, macht sie schon mit 18 Jah­ren in Kurz­fil­men Kri­ti­ker und Zuschauer auf sich auf­merk­sam. Es ist zunächst ihr komi­sches Talent, das sie einem brei­ten Publi­kum bekannt macht, aber auch in ernst­haf­ten Rol­len spielt sie sich in die Her­zen der Zuschauer. Doch es sind nicht nur ihre schau­spie­le­ri­schen Leis­tun­gen, kon­se­quent zeigt sie öffent­lich Hal­tung und erhebt ihre Stimme für Tole­ranz und Mitmenschlichkeit.

Foto: Lau­rence Chaperon

Ste­phan Erfurt stu­dierte Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign an der Uni­ver­si­tät GH Essen. Von 1984 bis 1989 assis­tierte er Eve­lyn Hofer und Hans Namuth in New York. Zwi­schen 1984 und 1999 war er frei­be­ruf­lich für das Maga­zin der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung tätig. Im Jahre 2000 grün­dete er gemein­sam mit dem Desi­gner Marc Naro­ska und dem Archi­tek­ten Ingo Pott C/O Ber­lin und ist seit Januar 2013 Vor­sit­zen­der des Vor­stan­des der C/O Ber­lin Foundation.

Foto: David von Becker

Dalia Grin­feld ist stell­ver­tre­tende Direk­to­rin für Euro­päi­sche Ange­le­gen­hei­ten bei der Anti-Defa­ma­tion League (ADL). Sie stu­dierte Poli­tik­wis­sen­schaf­ten und Jüdi­sche Stu­dien an den Uni­ver­si­tä­ten Hei­del­berg, Bue­nos Aires und Herz­liya. Dar­über hin­aus amtierte Dalia Grin­feld zwei Jahre lang als erste gewählte Prä­si­den­tin der Jüdi­schen Stu­die­ren­den­union Deutsch­land (JSUD), des­sen Grün­dungs­mit­glied sie ist. Außer­dem ist sie im Vor­stand und aktiv in diver­sen NGO's in den Berei­chen Frauen Empower­ment, LGBTIQ*-Rechte und inno­va­tive Demokratie.

Foto: Ste­phan Pramme

Prof. Monika Grüt­ters MdB wurde in Müns­ter gebo­ren und stu­dierte Ger­ma­nis­tik, Kunst­ge­schichte und Poli­tik­wis­sen­schaft in Müns­ter und Bonn. Beruf­li­che Erfah­run­gen sam­melte sie an der Oper, im Ver­lags­we­sen und Muse­ums­be­reich. Sie war Vor­stand der Stif­tung Bran­den­bur­ger Tor und ab 1999 Hono­rar­pro­fes­so­rin für Kul­tur­ma­nage­ment an der FU Ber­lin. Monika Grüt­ters gehört dem Prä­si­dium der CDU Deutsch­lands an. Seit 2005 ist sie Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges, seit Dezem­ber 2013 Staats­mi­nis­te­rin und Beauf­tragte der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medien.

Foto: Elke Jung-Wolff

Dr. Felix Klein ist seit 2018 Beauf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung für jüdi­sches Leben in Deutsch­land und den Kampf gegen Anti­se­mi­tis­mus. Er stu­dierte Rechts­wis­sen­schaf­ten in Frei­burg, Ber­lin und Lon­don und absol­vierte die Aus­bil­dung für den höhe­ren Aus­wär­ti­gen Dienst in Bonn. 2001 pro­mo­vierte er an der Uni­ver­si­tät St. Gal­len mit einem fami­li­en­recht­li­chen Thema. Er war Län­der­re­fe­rent für Süd­ame­rika, in Jaunde/Kamerun und Mai­land sowie von 2007 bis 2018 in meh­re­ren Funk­tio­nen im Aus­wär­ti­gen Amt, zuletzt als Son­der­be­auf­trag­ter für Bezie­hun­gen zu jüdi­schen Orga­ni­sa­tio­nen und Anti­se­mi­tis­mus­fra­gen. Dr. Klein spielt Geige im „Diplo­ma­ti­schen Streich­quar­tett Ber­lin“, das sich vor allem den Wer­ken jüdi­scher Kom­po­nis­ten widmet.

Foto: BMI

Shelly Kup­fer­berg, 1974 in Tel Aviv gebo­ren und in West-Ber­lin auf­ge­wach­sen, ist Jour­na­lis­tin und Mode­ra­to­rin. Sie stu­dierte Publi­zis­tik, Thea­ter- und Musik­wis­sen­schaf­ten an der Freien Uni­ver­si­tät Ber­lin und begann schon wäh­rend ihres Stu­di­ums als Jour­na­lis­tin für den öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk zu arbei­ten. Seit 25 Jah­ren mode­riert sie Kul­tur-, Lite­ra­tur- und Gesell­schafts­ma­ga­zine, arbei­tet als freie Redak­teu­rin und Mode­ra­to­rin für Deutsch­land­funk Kul­tur und mode­riert auf rbbKul­tur täg­li­che Kul­tur­sen­dun­gen. Außer­dem mode­riert Shelly Kup­fer­berg Ver­an­stal­tun­gen für Stif­tun­gen, Minis­te­rien, Kul­tur­ein­rich­tun­gen und Fes­ti­vals sowie ehren­amt­lich für „Terre des Femmes“.

Foto: Mika Ceron

Patri­cia Schle­sin­ger, 1961 in Han­no­ver gebo­ren, volon­tierte nach dem Stu­dium beim Nord­deut­schen Rund­funk (NDR) und arbei­tete als Repor­te­rin, Redak­teu­rin und Mode­ra­to­rin für das ARD-Maga­zin "Pan­orama". Sie lei­tete das ARD-Stu­dio Süd­ost­asien in Sin­ga­pur und war USA-Kor­re­spon­den­tin in Washing­ton. Nach ihrer Rück­kehr über­nahm sie die Lei­tung des Pro­gramm­be­reichs Kul­tur und Doku­men­ta­tion beim NDR Fern­se­hen. Seit 2016 ist sie Inten­dan­tin des Rund­funk Ber­lin-Bran­den­burg. Am 10. Sep­tem­ber 2020 wurde Sie für eine zweite Amts­zeit wie­der­ge­wählt. Seit einem Jahr ist Patri­cia Schle­sin­ger Vor­sit­zende des Degeto-Aufsichtsrats.

Foto: Thors­ten Klapsch

Dr. Josef Schus­ter wurde 1954 in Haifa/Israel gebo­ren und kehrte 1956 mit sei­nen Eltern in die väter­li­che Hei­mat Unter­fran­ken zurück. Er stu­dierte in Würz­burg Medi­zin und ließ sich 1988 als Inter­nist mit einer eige­nen Pra­xis in Würz­burg nie­der, die er bis 2020 führte. Seit 2014 ist er Prä­si­dent des Zen­tral­ra­tes der Juden in Deutsch­land. Zugleich ist er Vize­prä­si­dent des World Jewish Con­gress und des Euro­pean Jewish Con­gress. Seit 1998 steht er der Israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­meinde Würz­burg und Unter­fran­ken vor und ist zudem seit 2002 Prä­si­dent des Lan­des­ver­bands der Israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­den in Bayern.

Foto: Tho­mas Lohnes

Olaf Zim­mer­mann, gebo­ren 1961, zwei­ter Bil­dungs­weg, anschlie­ßend Volon­ta­riat zum Kunst­händ­ler. Danach arbei­tete er als Kunst­händ­ler und Geschäfts­füh­rer ver­schie­de­ner Gale­rien. 1987 grün­dete er eine Gale­rie für zeit­ge­nös­si­sche Kunst in Köln und Mön­chen­glad­bach. Seit März 1997 ist Zim­mer­mann Geschäfts­füh­rer des Deut­schen Kul­tur­ra­tes, zudem Publi­zist sowie Her­aus­ge­ber und Chef­re­dak­teur von Poli­tik & Kul­tur, der Zei­tung des Deut­schen Kul­tur­ra­tes. Seit Dezem­ber 2016 ist er dar­über hin­aus Spre­cher der Initia­tive kul­tu­relle Integration.

Foto: Jule Roehr