Stif­tung Erin­ne­rung, Ver­ant­wor­tung und Zukunft: Aus­schrei­bung local.history

Wie gegen­wär­tig ist Ver­gan­gen­heit? Warum ist die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschichte des Natio­nal­so­zia­lis­mus wei­ter­hin rele­vant? Wel­che Geschichte(n) sind noch nicht erzählt? Mit dem För­der­pro­gramm local.history unter­stützt die Stif­tung EVZ lokale Initia­ti­ven und Ver­eine bei der Gestal­tung einer Erin­ne­rungs­kul­tur vor Ort, die mög­lichst viele Men­schen ein­be­zieht. Die geför­der­ten Pro­jek­ten set­zen sich the­ma­tisch mit Orten, Per­so­nen und Ereig­nis­sen der NS-Geschichte aus­ein­an­der. Im Fokus ste­hen dabei NS-Zwangs­ar­beit und ver­schie­dene Ver­folg­ten­grup­pen.  Dabei sol­len lokale Debat­ten um Erin­ne­rung und Demo­kra­tie ange­sto­ßen und die Zivil­ge­sell­schaft in ihrem Enga­ge­ment gestärkt wer­den. Die par­ti­zi­pa­tive Ein­be­zie­hung von loka­len Akteu­rin­nen und Akteu­ren und ver­schie­de­nen Ziel­grup­pen sowie eine gezielte Öffent­lich­keits­ar­beit schafft eine zeit­ge­mäße und inklu­sive Erin­ne­rungs­kul­tur. Der Stif­tung EVZ ist es wich­tig, dabei die Ver­bin­dun­gen zu aktu­el­len Debat­ten in der Gesell­schaft auf­zu­grei­fen und Fra­gen an die Geschichte aus heu­ti­ger Per­spek­tive zu stel­len.

Zen­trale Fra­gen

  • Was kön­nen wir aus Begeg­nun­gen mit Zeitzeug*innen ler­nen und für die Zukunft bewah­ren?
  • Wie kön­nen wir die Erin­ne­rung an Ver­fol­gung, Aus­gren­zung und Ent­rech­tung in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus in unse­rem Ort mit­ge­stal­ten, um gegen das Ver­ges­sen zu wir­ken und uns gesell­schafts­po­li­tisch für Demo­kra­tie enga­gie­ren?
  • Wel­che Nar­ra­tive gibt es zu den jewei­li­gen loka­len Geschich­ten? Was ver­bin­det, was ist umstrit­ten?

The­men

Die the­ma­ti­schen Bezüge sind NS-Ver­gan­gen­heit, NS-Zwangs­ar­beit, Holo­caust, Por­aj­mos, Erin­ne­rung an ver­schie­dene Ver­folg­ten­grup­pen u.a. in Ver­bin­dung zu aktu­el­len For­men von grup­pen­be­zo­ge­ner Men­schen­feind­lich­keit. Ebenso kön­nen Pro­zesse und Debat­ten, die heu­tige Erin­ne­rungs­kul­tu­ren und den Umgang mit NS-Ver­gan­gen­heit gestal­tet haben, reflek­tiert wer­den.

For­mate

Es kön­nen drei Typen von Pro­jek­ten bean­tragt wer­den:

  • Begeg­nun­gen mit Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen
  • Begeg­nun­gen mit Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen in Ver­bin­dung mit ande­ren Akti­vi­tä­ten
  • Pro­jekte mit ande­ren Akti­vi­tä­ten ohne Begeg­nun­gen mit Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen

Per­sön­li­che Begeg­nun­gen mit Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen sind für die Stif­tung EVZ von beson­de­rer Bedeu­tung. Sol­che Pro­jekte haben Vor­rang bei der Ent­schei­dung über die För­de­rung. Mög­lich ist aber auch die För­de­rung von Pro­jek­ten mit ande­ren Akti­vi­tä­ten und For­ma­ten der his­to­risch-poli­ti­schen Bil­dung wie: Pod­cast, Gra­phic Novel, Thea­ter, Aus­stel­lung, Musik und andere Kunst­for­men, Stadt­rund­gang, Ver­an­stal­tung, Work­shop etc.

Wel­che Pro­jekte wer­den geför­dert?

  • Begeg­nun­gen mit Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen (gebo­ren bis 1940)
  • Aus­ein­an­der­set­zung mit his­to­ri­schen Orten, Per­so­nen, Fami­lien, Ereig­nis­sen, Unter­neh­men, Gebäu­den, Insti­tu­tio­nen
  • Rei­sen aus Deutsch­land zu Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen in Mit­tel- und Ost­eu­ropa sowie Israel (Kos­ten­über­name für max. drei Per­so­nen)
  • Ver­an­stal­tun­gen mit bio­gra­fi­schem und lokal­his­to­ri­schem Fokus
  • Unter­schied­li­che For­mate der his­to­risch-poli­ti­schen Bil­dung
  • Genera­ti­ons­über­grei­fende Pro­jekte

Was wird nicht geför­dert?

  • Aus­schließ­lich auf For­schung, Film und Publi­ka­tion fokus­sierte Pro­jekte
  • Kom­mer­zi­elle Pro­jekte
  • Bau­maß­nah­men und Reno­vie­rungs­vor­ha­ben

Wer kann einen Antrag stel­len?

Gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tio­nen (Juris­ti­sche Per­so­nen) mit Sitz in Deutsch­land wie lokale NGO/Vereine, Gedenk­stät­ten, För­der­ver­eine an his­to­ri­schen Orten, Bil­dungs­orte, Museen, lokale Geschichts­in­itia­ti­ven, Hei­mat­ver­eine, Hei­mat­mu­seen, Biblio­the­ken, Schu­len, Kom­mu­nen und Gemein­den etc.

Pro­jekt­för­de­rung

  • Die Antrag­stel­lung ist lau­fend mög­lich.
  • Die Antrag­stel­lung ist nur mit dem For­mu­lar (Antragsformular_localhistoryDE) der Stif­tung mög­lich.
  • Die Anträge wer­den jeweils zum 01.02., 01.06., 01.10. eines Jah­res ver­glei­chend begut­ach­tet.
  • Die Pro­jekte kön­nen frü­hes­tens einen Monat nach Antrags­be­gut­ach­tung begin­nen (jeweils ab März, Juli oder Novem­ber).
  • Die Antrags­summe muss zwi­schen 2.000 und 15.000 Euro lie­gen.
  • Die Pro­jekt­lauf­zeit beträgt bis zu 12 Monate
  • Die lau­fen­den Sach­kos­ten kön­nen ent­spre­chend der Pro­gramm­richt­li­nien (Programmrichtlinien_localhistoryDE) bean­tragt wer­den.

Kon­takt

Stif­tung „Erin­ne­rung,
Ver­ant­wor­tung und Zukunft“ (EVZ)
Agnieszka Pus­tola und Corinna Jent­zsch
Fried­rich­straße 200 · 10117 Ber­lin
local.history@stiftung-evz.de

Von |2020-06-08T10:44:38+02:00Juni 8th, 2020|Kommentare deaktiviert für Stif­tung Erin­ne­rung, Ver­ant­wor­tung und Zukunft: Aus­schrei­bung local.history