Kristin Braband 25. Juli 2019 Logo_Initiative_print.png

Podi­ums­dis­kus­sion: „Die gesell­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen des Faschis­mus dau­ern fort“ – zur Aktua­li­tät Ador­nos

Die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Ina Hartwig, lädt Sie herzlich ein, im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion anlässlich des 50. Todestages Theodor W. Adornos einen Blick auf die Aktualität seines Schaffens zu werfen. Dabei widmen sich die Diskutanten Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen an der Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, Publizist, Philosoph und geschäftsführender Direktor des Center for Applied European Studies (CAES), Frankfurt am Main, Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft Stadt Frankfurt am Main und Prof. Dr. Axel Honneth, Sozialphilosoph, Professor für Humanities an der Columbia University in New York und ehemaliger Direktor des Instituts für Sozialforschung, Frankfurt am Main insbesondere dem aktuellen Phänomen der „Neuen Rechten“ vor dem Hintergrund von Adornos Gesellschaftskritik. Das Gespräch wird von Dr. Thomas Sparr, Editor at Large, Suhrkamp Verlag, moderiert.

Theodor W. Adorno, der wie seine Kollegen am Frankfurter Institut für Sozialforschung 1933/34 zur Emigration gezwungen war, setzte sich als Soziologe intensiv mit der nationalsozialistischen Diktatur auseinander. Nach seiner Remigration in die Bundesrepublik und die Rückkehr nach Frankfurt im Jahr 1953 stand er der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft mit kritischer Distanz gegenüber und beobachtete mit Schrecken das erfolgreiche Wirken ehemaliger „Parteigenossen“ im öffentlichen Leben.

1967 hielt Adorno auf Einladung des Verbands Sozialistischer Studenten Österreichs einen Vortrag unter dem Titel „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“. Die Ausführungen bezogen sich vor allem auf die damals aktuellen Wahlerfolge der neofaschistischen NPD in Deutschland. „Die gesellschaftlichen Voraussetzungen des Faschismus dauern fort“, mahnte der Wissenschaftler. Doch er bezog sich nicht nur auf die beständigen Laufbahnen von NS-Kadern in der Bundesrepublik. Adornos Analyse liest sich viel mehr auch aus heutiger Sicht als treffende soziologische Analyse von Rechtsextremismus und -populismus in einer pluralistischen Demokratie. Doch wird unsere heutige Demokratie ihren eigenen Ansprüchen gerecht? Hat Adorno hier ein gesellschaftliches Problem aufgezeigt, das sich bis heute nicht wesentlich verändert hat? Wie neu ist das Phänomen der „Neuen Rechten“ betrachtet durch die Brille der Frankfurter Schule?

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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