Online-Talk: „Anti­se­mi­tis­mus in der Spra­che: Warum es auf die Wort­wahl ankommt“

Wann: Diens­tag, 23.02.2021, 18:00

Wo: online

Koope­ra­tion: Inge Deutsch­kron Stiftung

Anti­se­mi­tis­mus durch­zieht viele Berei­che des gesell­schaft­li­chen Lebens, offen oder ver­steckt tritt er uns ent­ge­gen. Es sind Belei­di­gun­gen und Dro­hun­gen, die aus­ge­sto­ßen wer­den. Aber es gibt auch sub­ti­lere Äuße­run­gen. Welche Wör­ter ver­wen­den viele häu­fig, ohne dass Ihnen deren anti­se­mi­ti­sche Bedeu­tung bewusst ist? Wel­che sind im Jid­di­schen wert­frei, wer­den im Deut­schen aber häu­fig abwer­tend benutzt? Wel­chen Bei­trag leis­ten Wör­ter und Spra­che bei der Ver­brei­tung von Anti­se­mi­tis­mus? Unser Gast Ronen Steinke wirft in seinem Buch „Anti­se­mi­tis­mus in der Spra­che: Warum es auf die Wort­wahl ankommt“ (Duden­ver­lag, 2020) den Blick auf unsere All­tags­spra­che 

Jid­di­sche Wör­ter wie „Tache­les“, „Schla­mas­sel“ oder „meschugge“ wer­den im Deut­schen oft gebraucht – und das ist in die­sen Fäl­len auch in Ord­nung, sagt Ronen Steinke. Warum das bei „Misch­poke“ oder „mau­scheln“ aber anders ist und wieso ein­ge­deutschte Begriffe wie „Sab­bat“ Tabu sein soll­ten, erklärt der Autor in auf­schluss­rei­chen Bei­spie­len. Man­ches wird über­ra­schen: „Altes Tes­ta­ment“ ist kein neu­tra­ler Begriff für die fünf Bücher Moses, „Anti­se­mi­tis­mus“ ist ein durch­aus ambi­va­len­tes Kunst­wort. Steinke sen­si­bi­li­siert uns für unsere Sprach­ge­schichte, damit eine dis­kri­mi­nie­rungs­freie all­täg­li­che Kom­mu­ni­ka­tion mög­lich wird – und das unter­halt­sam und ohne erho­be­nen Zei­ge­fin­gerMode­riert wird die Ver­an­stal­tung von Frie­de­rike Beck.  

Ronen Steinke, 1983 in Erlan­gen gebo­ren, ist einer der pro­fi­lier­tes­ten poli­ti­schen Jour­na­lis­ten der jün­ge­ren Genera­tion und unter ande­rem innen­po­li­ti­scher Kor­re­spon­dent der Süd­deut­schen Zei­tung. Nach sei­ner Bio­gra­fie über Fritz Bauer ent­stand der preis­ge­krönte Kino­film „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Zuletzt erschien sein Buch „Ter­ror gegen Juden: Wie anti­se­mi­ti­sche Gewalt erstarkt und der Staat ver­sagt“. 

Über Ihre Teil­nahme freuen wir uns sehr. Wir bit­ten um ver­bind­li­che Anmel­dung bis zum 22.02online oder per E-Mail. Dar­auf­hin erhal­ten Sie Ihre Zugangs­da­ten. Der Online-Talk fin­det via Zoom statt, Vor­aus­set­zung ist ein Inter­net­zu­gang vor­zugs­weise über PC, Tablet oder Smart­phone. Eine Teil­nahme über Tele­fon ist mit ein­ge­schränk­ter Nut­zung mög­lich. Fra­gen kön­nen wäh­rend des Gesprächs sowohl schrift­lich wie münd­lich gestellt wer­den. 

Von |2021-02-25T09:21:27+01:00Februar 9th, 2021|Kommentare deaktiviert für Online-Talk: „Anti­se­mi­tis­mus in der Spra­che: Warum es auf die Wort­wahl ankommt“