Live-Talk: „Kunst, Kul­tur und Antisemitismus“

Wann: Mitt­woch, 24.02.2021, 18.30 bis 19.30 Uhr

Wo: online

Von der Fass­bin­der-Kon­tro­verse und Gün­ter Grass bis zum Zen­trum für Poli­ti­sche Schön­heit und Lisa Eck­hart – Anti­se­mi­tis­mus-Debat­ten haben auch im Bereich von Kunst und Kul­tur eine lange Tra­di­tion. Bei all die­sen Kon­tro­ver­sen gera­ten jüdi­sche Per­spek­ti­ven und anti­se­mi­ti­sche Erfah­run­gen Jüdi­scher Künstler*innen viel zu oft in den Hintergrund.

Wel­che Erfah­run­gen machen jüdi­sche Künstler*innen im Hin­blick auf Kri­tik und Ver­mark­tung? Wie gelingt es, jüdi­schen Plu­ra­lis­mus in die Mehr­heits­ge­sell­schaft zu tra­gen, deren Rezep­ti­ons­er­war­tung oft durch Ste­reo­type und Vor­ur­teile geprägt ist? Wel­che Fol­gen hat das „Label jüdisch“ und gibt es über­haupt „jüdi­sche Kunst“ und „jüdi­sche Künstler*innen“? Was ist das Pro­ble­ma­ti­sche an der „Initia­tive GG 5.3. Welt­of­fen­heit“ und wie posi­tio­nie­ren sich die Gäste zur Debatte rund um Zen­sur und Can­cel Cul­ture, die häu­fig auf das For­mu­lie­ren von Anti­se­mi­tis­mus folgt?

Wir laden Mirna Funk, Leon Kahane und Prof. Dr. Mir­jam Wen­zel am 24. Februar zum Aus­tausch über all diese Fra­gen ein.

Unsere Gäste:

Prof. Dr. Mir­jam Wen­zel pro­mo­vierte am Insti­tut für Deut­sche Phi­lo­lo­gie an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen zum deutsch­spra­chi­gen Holo­caust-Dis­kurs der Sech­zi­ger Jahre. Von 2007 bis 2015 ver­ant­wor­tete sie im Jüdi­schen Museum Ber­lin als Lei­te­rin der Medi­en­ab­tei­lung die Ver­mitt­lung von jüdi­scher Geschichte und Kul­tur in digi­ta­len und gedruck­ten Medien. Seit 2016 ist Wen­zel Direk­to­rin des Jüdi­schen Museum Frank­furt. Sie ist Autorin und Mit­her­aus­ge­be­rin zahl­rei­cher Bücher und Publi­ka­tio­nen zur deutsch-jüdi­schen Kunst- und Kulturgeschichte.

Leon Kahane absol­vierte eine Foto­gra­fie-Aus­bil­dung u. a. an der Ost­kreuz­schule für Foto­gra­fie Ber­lin und stu­dierte Freie Kunst an der Uni­ver­si­tät der Künste Ber­lin. The­men sei­ner Video­ar­bei­ten, Foto­gra­fien und Instal­la­tio­nen sind u. a. Migra­tion und Iden­ti­tät und die Aus­ein­an­der­set­zung mit Mehr- und Min­der­hei­ten in einer glo­ba­li­sier­ten Gesell­schaft. Zuletzt waren seine Arbei­ten in der Kunst­halle Wien, bei der 6. Mos­kau Bien­nale und in der Aus­stel­lung „Loo­king Back – Thin­king Ahead“ von DAGESH. Jüdi­sche Kunst im Kon­text in Ber­lin zu sehen.

Mirna Funk ist Schrift­stel­le­rin und Jour­na­lis­tin. Sie stu­dierte Phi­lo­so­phie und Geschichte an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät zu Ber­lin und macht der­zeit ihren Mas­ter. Ihr Debüt­ro­man „Win­ter­nähe“ (S. Fischer Ver­lage) wurde mit dem Uwe-John­son-För­der­preis aus­ge­zeich­net. Ihr neuer Roman „Zwi­schen Du und Ich“ (dtv) erscheint die­sen Monat. Funk ist Sti­pen­dia­tin des Ernst Lud­wig Ehr­lich Studienwerks.

Eine Ver­an­stal­tung in Koope­ra­tion mit DAGESH. Jüdi­sche Kunst im Kon­text und ein Abend im Rah­men des ELES-Akti­ons­pro­gramms „Nie wie­der!? Gemein­sam gegen Anti­se­mi­tis­mus & für eine plu­rale Gesell­schaft“.

Das Gespräch wird live auf den Face­book-Sei­ten von ELES und DAGESH gestreamt. Fra­gen kön­nen auf der Face­book-Seite von ELES über das Kom­men­tar­feld gestellt wer­den. Das Video wird danach auf dem You­Tube-Kanal von ELES und DAGESH veröffentlicht.

Links zum Livestream:

Von |2021-02-22T17:53:51+01:00Februar 22nd, 2021|Kommentare deaktiviert für Live-Talk: „Kunst, Kul­tur und Antisemitismus“