Pro­jekt­för­de­rung: „Jugend erin­nert“

Die Auf­ar­bei­tung der NS-Gewalt­herr­schaft und die Bekämp­fung von Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus, Anti­zi­ga­nis­mus und Homo­pho­bie sind wich­tige Grund­la­gen unse­rer Demo­kra­tie und frei­heit­li­chen Gesell­schaft. Mit dem Bun­des­pro­gramm „Jugend erin­nert“ sol­len Gedenk­ein­rich­tun­gen und die Erin­ne­rung an das NS-Unrecht stär­ker geför­dert und mehr jun­gen Men­schen die Aus­ein­an­der­set­zung mit Geschichte ermög­licht wer­den. Die Stif­tung EVZ führt inter­na­tio­nal aus­ge­rich­tete Teile des Bun­des­pro­gramms „Jugend erin­nert“ mit Mit­teln des Aus­wär­ti­gen Amtes durch.

Mit der För­de­rung inter­na­tio­na­ler Begeg­nun­gen von jun­gen Men­schen zielt das Pro­gramm auf die Stär­kung fak­ti­schen Wis­sens um Ursa­chen, Ent­wick­lun­gen und Dimen­sio­nen natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Ver­bre­chen. Dabei wer­den ins­be­son­dere der Ent­wick­lun­gen von Abwer­tung, Aus­gren­zung bis hin zur Ent­mensch­li­chung bestimm­ter Grup­pen Bedeu­tung bei­gemes­sen. Die Rele­vanz von Geschichte und Geschichts­be­wusst­sein und der Bezug zur Lebens­welt jun­ger Men­schen soll in den Pro­jek­ten eine zen­trale Rolle ein­neh­men. Durch per­sön­li­che Begeg­nun­gen an his­to­ri­schen Orten und die Aus­ein­an­der­set­zung mit his­to­ri­schen Ereig­nis­sen und Erfah­run­gen möchte die Stif­tung EVZ auch dazu bei­tra­gen, den euro­päi­schen Gedan­ken zu stär­ken. Es wird Wert dar­auf gelegt, dass in der Pro­jekt­ar­beit das breite Spek­trum von his­to­ri­schen Orten der NS-Ver­fol­gung und -Ver­nich­tung in Mit­te­lund Ost­eu­ropa ein­be­zo­gen wird (z.B. ehe­ma­lige Ghet­tos, Zwangsarbeiter*innen-Lager, Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger, Stät­ten von Mas­sen­er­schie­ßun­gen). Die Ent­wick­lung und Erpro­bung von neuen Metho­den und For­ma­ten für Begeg­nun­gen von jun­gen Men­schen steht im Mit­tel­punkt die­ser Aus­schrei­bung.

Die Frist für die erste Aus­schrei­bung im För­der­pro­gramm „Jugend erin­nert“, „För­der­li­nie: Bi- und mul­ti­la­te­rale Jugend­be­geg­nun­gen an his­to­ri­schen Orten der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­fol­gung und Ver­nich­tung“ wird bis zum 20. April 2020 ver­län­gert.

Der Pro­jek­te­be­ginn muss nicht mehr der 1. Juni 2020 sein. Bitte rei­chen Sie einen in sich stim­mi­gen Zeit­plan ein, der wei­ter­hin mit einer Pro­jekt­dauer von 18 Mona­ten plant und spä­tes­tens am 1.Juni 2022 endet. Das Anfangs­da­tum kön­nen Sie im Rah­men Ihrer Pla­nun­gen ent­spre­chend pas­send fest­le­gen.

Der Stif­tung EVZ ist bewusst, dass auf­grund der aktu­el­len Corona-Pan­de­mie und der noch nicht abseh­ba­ren Lage even­tu­ell einige Jugend­be­geg­nun­gen nicht wie im Antrags­zeit­plan erar­bei­tet, statt­fin­den kön­nen. Wir gehen aber der­zeit davon aus, dass 2021 wie­der Rei­sen und Begeg­nun­gen durch­ge­führt wer­den kön­nen.

Wenn dies nicht mög­lich sein wird, wer­den wir mit den aus­ge­wähl­ten Pro­jekt­trä­ge­rin­nen und -trä­gern nach der jetzt geplan­ten Jury im Mai indi­vi­du­elle Lösun­gen fin­den.

Wir wür­den uns freuen, wenn Sie in Ihrem Antrag prak­ti­sche Ideen ent­wi­ckeln, wie Akti­vi­tä­ten in Ihrem Pro­jekt auch vir­tu­ell und digi­tal durch­ge­führt wer­den kön­nen. Jugend­li­che könn­ten z.B. vir­tu­elle Rund­gänge an den his­to­ri­schen Orten durch­füh­ren oder an der Ent­wick­lung und Durch­füh­rung von Webi­na­ren, vir­tu­el­len Kon­fe­ren­zen, You­tube-Kanä­len, Social-Media-Kam­pa­gnen u.ä. betei­ligt wer­den.

Die voll­stän­dige Aus­schrei­bung sowie nähere Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier.

Von |2020-04-20T10:12:17+02:00März 19th, 2020|Kommentare deaktiviert für Pro­jekt­för­de­rung: „Jugend erin­nert“