För­der­fonds Demo­kra­tie – Dritte För­der­runde

Demo­kra­tie­för­de­rung ist eine dau­er­hafte gesell­schaft­li­che und poli­ti­sche Quer­schnitts­auf­gabe, die sich auch an die zahl­rei­chen Stif­tun­gen in Deutsch­land rich­tet. Als kon­kre­ten Aus­druck der Sorge um die Ent­wick­lung der Demo­kra­tie, vor allem aber als soli­da­ri­sche Ermu­ti­gung für die Men­schen, die Demo­kra­tie tag­täg­lich im zivil­ge­sell­schaft­li­chen Kon­text gestal­ten, haben acht deut­sche Stif­tun­gen den För­der­fonds Demo­kra­tie ins Leben geru­fen.

Für den För­der­fonds Demo­kra­tie kön­nen sich zivil­ge­sell­schaft­li­che Demo­kra­tie-Initia­ti­ven aus dem gesam­ten Bun­des­ge­biet bewer­ben. Jedes aus­ge­wählte Pro­jekt erhält für die Umset­zung des Vor­ha­bens eine ein­ma­lige För­de­rung bis zu einer Höhe von 5.000 Euro. Bewer­bun­gen für die dritte För­der­runde sind vom 1. Juli bis 30. Sep­tem­ber 2020 mög­lich. Der För­der­zeit­raum für alle geför­der­ten Vor­ha­ben beträgt max. 9 Monate (1. Januar 2021 bis 30. Sep­tem­ber 2021).

Wer kann sich bewer­ben?
Für den För­der­fonds Demo­kra­tie kön­nen sich zivil­ge­sell­schaft­li­che Demo­kra­tie-Initia­ti­ven (z.B. gemein­nüt­zige Ver­eine, selbst­or­ga­ni­sierte Initia­ti­ven ohne Ver­eins­struk­tur, Stif­tun­gen, Sozi­al­un­ter­neh­men, wis­sen­schaft­li­che Insti­tute, und gGmbHs) aus dem gesam­ten Bun­des­ge­biet bewer­ben.

Ange­spro­chen wer­den zivil­ge­sell­schaft­li­che Pro­jekte, Initia­ti­ven und Ideen, die sich der offe­nen Gesell­schaft und ihren demo­kra­ti­schen Wer­ten ver­pflich­tet füh­len, sich auf der Grund­lage der Men­schen­rechte für das Gemein­wohl enga­gie­ren, die Dia­log­fä­hig­keit und Plu­ra­li­tät för­dern und deren Arbeit ganz oder in Tei­len durch frei­wil­li­ges bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment getra­gen wird.

Was wird geför­dert?
Demo­kra­tie lebt vom Mit­ma­chen. Demo­kra­ti­sches Han­deln muss in einem gemein­sa­men Lern­pro­zess ent­wi­ckelt und geübt wer­den. Mit dem För­der­fonds Demo­kra­tie sol­len vor­bild­li­che Vor­ha­ben, Ideen und Pro­jekte unter­stützt wer­den, die einen Bei­trag zur Stär­kung der Demo­kra­tie leis­ten. Men­schen sol­len ermu­tigt wer­den, demo­kra­ti­sche Mit­ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.

Die Bewer­bung steht unter der Leit­frage: »Was trägt Ihr Pro­jekt zur Stär­kung der Demo­kra­tie bei?«
Die Bewerber/innen erläu­tern im För­der­an­trag, wel­che demo­kra­ti­schen Impulse und wel­chen demo­kra­ti­schen Mehr­wert das Pro­jekt, die Idee, das Vor­ha­ben im jewei­li­gen Wir­kungs­kreis ent­fal­tet. Inno­va­tive Ansätze und Vor­ha­ben zur Demo­kra­tie­ent­wick­lung kön­nen auf die­ser Grund­lage eine Anschub­fi­nan­zie­rung erhal­ten, erprobte Pro­jekt­ideen, die bereits andern­orts erfolg­reich waren, kön­nen an andere Stand­orte trans­fe­riert wer­den. Somit sind auch Vor­ha­ben för­der­fä­hig, die bereits vor Ein­satz der För­de­rung gestar­tet sind. Es ist aus­drück­lich gewünscht, dass geför­derte Pro­jekte sich mit wei­te­ren Part­nern ver­net­zen und im Rah­men ihrer Arbeit mit Akteu­ren aus Zivil­ge­sell­schaft, Poli­tik, Ver­wal­tung und Wirt­schaft koope­rie­ren.

Wie wird geför­dert?
Jedes aus­ge­wählte Pro­jekt erhält für die Umset­zung des Vor­ha­bens eine ein­ma­lige För­de­rung bis zu einer Höhe von € 5.000,-.

Alle geför­der­ten Pro­jekte erhal­ten zusätz­lich zur finan­zi­el­len Unter­stüt­zung die Gele­gen­heit, an einer Pro­jekt­werk­statt teil­zu­neh­men, die den Aus­tausch, die Ver­net­zung und die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der Pro­jekte unter­stützt.

Der Zeit­raum des För­der­pro­gramms ist zunächst auf drei För­der­run­den fest­ge­legt. Bewer­bun­gen für die dritte För­der­runde sind vom 1. Juli bis zum 30. Sep­tem­ber 2020 mög­lich. Der För­der­zeit­raum für alle geför­der­ten Vor­ha­ben beträgt max. 9 Monate, für die dritte Runde vom 1. Januar 2021 bis zum 30. Sep­tem­ber 2021.

Die Pro­jekte kön­nen gerne län­ger als neun Monate lau­fen; wich­tig ist, dass die durch Mit­tel des För­der­fonds Demo­kra­tie finan­zier­ten Akti­vi­tä­ten inner­halb der genann­ten neun Monate statt­fin­den.

Wie erfolgt die Bewer­bung?
Die Bewer­bung steht unter der inhalt­li­chen Leit­frage: »Was trägt Ihr Pro­jekt zur Stär­kung der Demo­kra­tie bei?« Die Bewerber/innen erläu­tern im För­der­an­trag, wel­che demo­kra­ti­schen Impulse und wel­chen demo­kra­ti­schen Mehr­wert das Pro­jekt, die Idee, das Vor­ha­ben im jewei­li­gen Wir­kungs­kreis ent­fal­tet (siehe oben). Die Bewer­bung erfolgt schrift­lich über ein Web­for­mu­lar.
Alter­na­tiv besteht die Mög­lich­keit, die Bewer­bung pos­ta­lisch an die Stif­tung Mit­ar­beit zu sen­den. Bei pos­ta­li­schen Ein­sen­dun­gen gilt das Datum des Post­stem­pels.

In einem Kos­ten- und Finan­zie­rungs­plan legen die Bewerber/innen dar, wel­che Kos­ten in wel­chem Zeit­raum mit der För­de­rung finan­ziert wer­den sol­len und ob ggf. Eigen- oder Dritt­mit­tel hin­zu­ge­zo­gen wer­den. Die Dar­stel­lung der Kos­ten­struk­tur in der Bewer­bung kann rela­tiv offen gesche­hen. Min­des­tens sollte jedoch eine grobe Vor­ein­schät­zung vor­ge­legt wer­den, für wel­chen Sach­zu­sam­men­hang die Mit­tel aus dem För­der­fonds genutzt wer­den sol­len. Es ist mög­lich, einen zum Zeit­punkt der Bewer­bung noch nicht kon­kre­ti­sier­ten Finanz­plan im Anschluss an eine Bewil­li­gung im bera­ten­den Dia­log mit der Stif­tung Mit­ar­beit wei­ter aus­zu­ar­bei­ten.

Es gibt keine for­male Ver­pflich­tung für die Bewerber/innen, Dritt- oder Eigen­mit­tel in das Vor­ha­ben ein­zu­brin­gen. För­der­fä­hig sind aus­schließ­lich Kos­ten, die nach Aus­stel­lung der Bewil­li­gung anfal­len. Fol­gende Kos­ten sind von einer För­de­rung aus­ge­schlos­sen: Bau- und Sanie­rungs­maß­nah­men, Kos­ten für bestehende Infra­struk­tur sowie Akti­vi­tä­ten außer­halb der Bun­des­re­pu­blik.

Was pas­siert nach der Bewer­bung?
Über die abschlie­ßende Aus­wahl der Pro­jekte und die Bewil­li­gung der Mit­tel ent­schei­det eine Jury, die sich aus Vertreter/innen der för­dern­den Stif­tun­gen und der Stif­tung Mit­ar­beit zusam­men­setzt. Alle Bewerber/innen wer­den schrift­lich über den Aus­gang des Aus­wahl­ver­fah­rens infor­miert. Die für eine För­de­rung aus­ge­wähl­ten Initia­ti­ven erhal­ten mit der Bewil­li­gung alle Infor­ma­tio­nen zu Ver­wen­dung, Abruf und Abrech­nung der bewil­lig­ten Summe.

Die För­der­summe kann unmit­tel­bar im Anschluss bei der Stif­tung Mit­ar­beit abge­ru­fen und inner­halb des bewil­lig­ten För­der­zeit­raums für die Umset­zung des Vor­ha­bens ver­wen­det wer­den. Bei Rück­fra­gen zur För­der­ab­wick­lung berät die Stif­tung Mit­ar­beit tele­fo­nisch oder schrift­lich. Der För­der­fonds Demo­kra­tie sowie die geför­der­ten Pro­jekte und Initia­ti­ven wer­den for­ma­tiv eva­lu­iert, um Emp­feh­lun­gen für die künf­tige Gestal­tung von För­der­pro­gram­men zur Stär­kung der Demo­kra­tie zu erhal­ten. Die geför­der­ten Pro­jekte sind dazu auf­ge­for­dert, sich an die­ser Aus­wer­tung zu betei­li­gen.

Alle wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zur Bewer­bung fin­den Sie hier.

Von |2020-09-01T14:51:45+02:00August 4th, 2020|Kommentare deaktiviert für För­der­fonds Demo­kra­tie – Dritte För­der­runde