EVZ Foun­da­tion Award for Jewish-Mus­lim Soli­da­rity

Berichte von Anti­se­mi­tis­mus und anti­mus­li­mi­schem Ras­sis­mus, vom Auf­stieg natio­na­lis­ti­scher, auto­ri­tä­rer und ras­sis­ti­scher Ideo­lo­gien und Bewe­gun­gen beherr­schen die News deutsch­land­weit. Der sich immer deut­li­cher abzeich­nende Auf­stieg von Ideo­lo­gien der Ungleich­wer­tig­keit und extre­mis­ti­scher Bewe­gun­gen ist besorg­nis­er­re­gend. Anti­se­mi­tis­mus und anti­mus­li­mi­scher Ras­sis­mus spie­len in den Welt­bil­dern die­ser Akteur*innen eine zen­trale Rolle, wes­halb vor allem Juden und Jüdin­nen sowie Muslim*innen stark betrof­fen sind. Diese Ten­denz bedroht zugleich auch die Demo­kra­tie und Rechts­staat­lich­keit unse­rer Gesell­schaft.

Sol­che Res­sen­ti­ments sind in allen gesell­schaft­li­chen Spek­tren zu beob­ach­ten. Anti­mus­li­mi­scher Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus sind keine Rand­phä­no­mene, die nur auf bestimmte Grup­pen aus­ge­la­gert wer­den kön­nen. Ange­sichts von Hetze und Gewalt, die sich sowohl gegen Muslim*innen als auch Juden und Jüdin­nen rich­ten, ist es wenig über­ra­schend, dass Miss­trauen und Angst vor­herr­schen.

Um Ideo­lo­gien der Ungleich­wer­tig­keit nach­hal­tig ent­ge­gen­zu­wir­ken, kön­nen Koope­ra­tio­nen zwi­schen Juden und Jüdin­nen und Muslim*innen eine wirk­same Stra­te­gie sein.

Wir wol­len dem Miss­trauen und der Angst gute Nach­rich­ten ent­ge­gen­set­zen und damit vor allem den von Res­sen­ti­ments stark betrof­fe­nen mus­li­mi­schen und jüdi­schen Men­schen den Rücken stär­ken. Koope­ra­tio­nen zwi­schen Juden und Jüdin­nen und Muslim*innen kön­nen eine posi­tive Stra­te­gie dar­stel­len, um die (Menschen)Rechte und (Religions-)Freiheiten von Muslim*innen und Juden und Jüdin­nen zu schüt­zen und zu unter­stüt­zen.

Durch Begeg­nun­gen, Soli­da­ri­täts­ak­tio­nen oder gemein­same Pro­jekte wer­den neue Per­spek­ti­ven erschlos­sen und Ver­ständ­nis für­ein­an­der geschaf­fen. Dies stärkt gleich­zei­tig unsere Demo­kra­tie und die Rechts­staat­lich­keit in unse­rer Gesell­schaft.

Der Preis

Um jüdisch-mus­li­mi­sche Koope­ra­tio­nen und Soli­da­ri­tät zu för­dern und sicht­bar zu machen, möch­ten die Stif­tung EVZ und die Kreuz­ber­ger Initia­tive gegen Anti­se­mi­tis­mus (KIgA) inspi­rie­rende Per­so­nen, Initia­ti­ven, Pro­jekte oder Orga­ni­sa­tio­nen, die in einem der fol­gen­den Berei­che tätig sind, aus­zeich­nen:

  • Juden und Jüdin­nen und Muslim*innen, die sich gemein­sam für die Lösung bzw. Bear­bei­tung von Pro­ble­men ein­set­zen, von denen beide Com­mu­nities glei­cher­ma­ßen betrof­fen sind;
  • Mus­li­mi­sche oder jüdi­sche Initia­ti­ven / Ein­zel­per­so­nen / Orga­ni­sa­tio­nen, die die jeweils andere Com­mu­nity unter­stüt­zen;
  • Juden und Jüdin­nen und Muslim*innen, die Wege zur Ver­stän­di­gung beschrei­ten, wel­che über einen Dia­log hin­aus­ge­hen (z. B. Musik, Kunst, Lite­ra­tur, Gemein­de­ar­beit, Jugend­pro­jekte usw.)

Der Preis in Höhe von 5.000 Euro wird im Dezem­ber 2020 bei einer Zere­mo­nie in Ber­lin an den/die Gewinner*innen ver­lie­hen.

Kri­te­rien

Der Bewer­bungs­auf­ruf rich­tet sich an Initia­ti­ven und Akteur*innen, die fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen erfül­len:

  • Indi­vi­duen, Initia­ti­ven, oder kleine gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tio­nen (mit höchs­tens fünf Voll­zeit­stel­len oder einer gleich­wer­ti­gen Kom­bi­na­tion von Teil- und Voll­zeit­be­schäf­tig­ten);
  • in Deutsch­land ansäs­sig sind;
  • Akti­vi­tä­ten oder Maß­nah­men durch­füh­ren, wel­che einen Modell­cha­rak­ter auf­wei­sen oder andere Men­schen inspi­rie­ren kön­nen;
  • der­zeit aktiv sind oder im Jahr 2019 aktiv waren;
  • Die Akti­vi­tä­ten haben einen par­ti­zi­pa­ti­ven Ansatz.

Bewer­bungs­pro­zess

Füh­len Sie sich ange­spro­chen oder ken­nen Sie eine Person/Organisation/Initiative, deren Enga­ge­ment mit dem aus­ge­schrie­be­nen Preis aus­ge­zeich­net wer­den sollte? Prü­fen Sie, ob das betref­fende Pro­jekt die oben genann­ten Kri­te­rien erfüllt und sen­den Sie uns das Bewer­bungs­for­mu­lar bitte aus­ge­füllt bis zum 20. Okto­ber 2020 an fol­gende Adresse: award@kigaberlin.org

Geeig­nete Kandidat*innen wer­den von einer unab­hän­gi­gen Jury bewer­tet. Auf Grund­lage der Bewer­tun­gen wird die Stif­tung EVZ den/die Gewinner*innen aus­wäh­len.

Von |2020-10-13T17:19:40+02:00Oktober 13th, 2020|Kommentare deaktiviert für EVZ Foun­da­tion Award for Jewish-Mus­lim Soli­da­rity